Minds of MentorMe – mit Hannah Dahl

Minds of MentorMe – mit Hannah Dahl

Steckbrief:
Hannah Dahl
Geschäftsführerin & Gründerin bei CoWomen
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Hannah, wer bist du?

Hannah Dahl ist People, Community & Business Managerin. Als Gründerin, Unternehmerin und Changemakerin steht sie ein für eine offene (im Sinne von inklusiver Diversität) Gesellschaft und Wirtschaft. Sie selbst ist ihren Weg gegangen trotz nicht-sichtbaren Behinderungen, chronischen Erkrankungen und Unfällen. Zwei Dinge sind für sie klar: Do it anyway! Und “86.400 – jede Sekunde darf sein, wie sie ist, solange sie ist.”

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Wie gehst du mit deinen Ängsten um?

Sie willkommen heißen, anschauen und vor allem fragen, wofür sie eigentlich stehen. Beispielsweise die Angst, einen Job zu verlieren: Geht es vermutlich gar nicht um den spezifischen Job sondern um Gesichtsverlust oder um Existenzangst? Wie kann ich der Situation dann begegnen? Das schlimmstmögliche Szenario akzeptieren hilft auch. Dann kann man beruhigt schauen, ob man etwas dagegen tun kann und überhaupt noch möchte oder schon schaut, was als nächstes kommt. Beim Bungee Jumping ist das natürlich was anders. 😉

Welches Netzwerk kannst du empfehlen?

CoWomen. 😉 Ein Netzwerk, in dem man sich willkommen fühlt, das einen Safe Space öffnet und man nicht verurteilt oder beurteilt wird. Und das einem auch die Möglichkeit bietet, aus der Komfortzone zu gehen und Neues zu probieren. Ohne Angst. Außerhalb der Komfortzone sein heißt nicht zwangsläufig, dass man Angst haben muss.

Welches Buch hast du zuletzt zu Ende gelesen und was brachte es dir?

“Utopien für Realisten”! Unglaublich gut, gut geschrieben und es gibt einem Hoffnung, inspiriert unheimlich und eröffnet gerade in diesen Zeiten neue Perspektiven. Ich bin immer noch begeistert!

Wer hat in dich investiert, als du noch nicht erfolgreich warst? Warum?

Hier sollte hinterfragt werden, was Erfolg ist. Wir wurden früh in unseren Vorhaben unterstützt von Menschen, auf die wir getroffen sind, oder die wir auch aktiv drum gebeten haben. Weil sie an mich als Person glaubten, meine Leidenschaft und Fähigkeiten erkannten und schätzten. Bis heute.

Ohne welche Frau wärst Du heute nicht die Person, die du bist?

Meine Mitgründerin Sara-Marie Wiechmann Borges. Sie hat mich beflügelt, mich gestärkt, mir die Wahrheiten gesagt, die ich nicht hören wollte, mich dahin gebracht zu sehen, das meine vermeintlichen Schwächen sehr stark sein können. Alles ist kontextbezogen. Und sie ist immer eingesprungen, wenn ich nicht konnte. Nur wenigen Menschen vertraue ich so sehr.

Wie wirst Du dich in Zukunft für Chancengerechtigkeit einsetzen?

Meine Arbeit soll eine Kultur der Openness beflügeln. Ich werde (hoffentlich) nicht müde, darüber zu sprechen, laut zu werden, immer wieder und wieder dicke Bretter bohren, die Dinge neu denken und ausprobieren, meine Söhne feministisch und tolerant erziehen, die CoWomen Community zusammenbringen und bestärken, dass jedes einzelne Mitglied ihren* Weg geht!

Wer ist heute dein\*e wichtigste\*r Ratgeber\*in?

Silja Wolff. Ich habe sie beim Motorradfahren kennengelernt. Sie ist Unternehmerin, Mutter, Abenteurerin und hat mir vor allem folgende Dinge mit auf den Weg gegeben: Du hast da noch Zeit für, sei genügsamer mit dir. Auch wenn ich als chronisch-kranker Mensch immer von der Sorge getrieben bin, morgen wieder im Krankenhaus zu landen. Und dass ich als Unternehmerin den Blick auf die Zahlen schärfen muss. Und darauf, womit ich in den Markt komme.

Wie hast du deine Mentoren gefunden (oder haben sie dich gefunden)?

Beides. Mein längster Mentor hat mich im beruflichen Kontext für eine herausfordernde Aufgabe angestellt und mir hier den Rücken gestärkt. Er war der Vorstand des Unternehmens und wurde nie müde mir Ratschläge zu geben und mir seine Zeit zu schenken. Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er nun bitte mein Mentor bleibt. Na gut, vermutlich habe ich gesagt: “Na, vielen Dank für die schwere Aufgabe, dafür bleibst du nun mein Mentor.” Ich finde, jede darf den Mut haben, auf jemanden zuzugehen und offen zu fragen. Wichtig ist, dass diese Beziehung dann in Erwartungen geregelt wird.

Was war dein Tiefpunkt in deinem Leben und welche Stärken hast Du daraus entwickelt?

Als ich neben meinen Unfällen und chronischen Erkrankungen, die mich dem Tod das ein oder andere Mal näher brachten als dem Leben, dann epileptische Anfälle bekam. Es wurde eine Art Narbe in meinem Gehirn entdeckt. Die Angst, jederzeit wieder in diesem Maß die Kontrolle zu verlieren und irgendwo alleine zu liegen, zu ertrinken, zu stürzen, war die schlimmste Angst, die ich je hatte.

In wie viel verschiedene Rollen schlüpfst du und warum?

Frau, Ehefrau, Mutter, Gründerin, Geschäftsführerin, Mentorin, Businessmentorin, Changemaker, Beraterin, Befürworterin, Freundin, Tochter, Schwester,  Partnerin, Gestalterin, Chefin, Retterin, Kämpferin, … Weil ich kann und manchmal muss…

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. 💜

Minds of MentorMe – mit Erica Burett

Minds of MentorMe – mit Erica Burett

Steckbrief:
Erica Burett
Technology Analyst bei Accenture GmbH
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Erica, wer bist du?

Ich bin vor 9 Jahren bin ich nach Deutschland gezogen um als Au Pair zu arbeiten. In dieser Zeit konnte ich mein Studium abschließen, in einigen meiner Traumfirmen gearbeitet und vor kurzem The Career Lounge platform gegründet, die Absolventen und Young Professionals unterstützt in den deutschen Arbeitsmarkt einzusteigen. Der Weg hierhin war unheimlich schwer! Vorbilder hatte ich keine, weshalb ich anderen diesen Weg erleichtern möchte.

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Was ist die schönste Erinnerung deiner Kindheit und warum?

Meine besten Kindheitserinnerungen sind die aus meinem Dorf in Kenia. Ich erinnere mich daran, dass es normal war, barfuß zu laufen. Wir hatten kein fließendes Wasser, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es mir an etwas fehlte. Diese Erinnerungen haben mich gelehrt, nie zu vergessen, woher ich komme. Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die ich hier in Deutschland habe und freue mich genauso, wenn ich mein Dorf besuche, wie wenn ich hier in Frankfurt bin. Diese Erfahrungen haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich habe gelernt, jeden Schritt des Weges zu schätzen.

Wer hat in dich investiert, als du noch nicht erfolgreich warst? Warum?

Ich kann nicht sagen, dass ich erfolgreich bin, aber ich kann sagen, dass ich besser bin als zu Beginn meiner Reise in Deutschland. Leider hatte ich keine Mentoren oder Menschen, zu denen ich aufschauen konnte. Meine Lektionen auf dem Weg waren selbst erlernt, was wirklich hart war. Deshalb möchte ich anderen Menschen helfen, damit sie nicht die gleichen Fehler machen müssen, die ich gemacht habe. Mein Ziel ist es, möglichst vielen Absolventen und Young Professionals zu helfen, einen Fuß im deutschen Arbeitsmarkt zu fassen.

Warum sollten nachfolgende Generationen deinen Beruf machen und warum nicht?

Ich bin im Technologiesektor tätig und dieser ist einer der am schnellsten wachsenden Branchen überhaupt. Wenn es einen perfekten Zeitpunkt gibt, um in eine Tech-Karriere zu starten, dann ist es jetzt. Die Branche bietet ein riesiges Wachstumspotenzial und es gibt für jeden einen Platz. Auch für diejenigen, die keinen Informatikabschluss haben. Man muss nur bereit sein, zu lernen.

Was ist deine wichtigste Erkenntnis aus deinem Umgang mit Menschen (Menschenkenntnis)?

Jeder Mensch hat seine Schwierigkeiten. Ich habe gelernt, niemals zu verurteilen. Das Beste, was man für andere tun kann, ist, ein guter Mensch zu sein. Schenke Hilfe, wo du kannst, sei ein Mentor für den, der deine Hilfe braucht. Es gibt immer jemanden, der etwas braucht.

Was waren deine lehrreichsten Fehler und/oder Misserfolge und was hast du daraus mitgenommen?

Etwas, das ich lange getan habe, war, mich selbst zu unterschätzen. Ich dachte immer, ich sei nie gut genug oder nicht klug genug. Als ich angefangen habe, mich von diesen einschränkenden Gedanken zu lösen und mich auf meine Stärken und nicht auf meine Schwächen zu konzentrieren, haben sich viele Türen geöffnet.

Welche Frauen inspirieren Dich?

Ich bin von so vielen Frauen inspiriert. Meine größte Inspiration ist meine Mutter, die vom ersten Tag an an mich geglaubt hat. Andere Frauen, die ich als inspirierende Frauen empfinde, sind Tijen Onaran, Sabrina von Nessen und Karin Heinzl.

Wie wirst Du dich in Zukunft für Chancengerechtigkeit einsetzen?

Mit meiner Plattform The career Lounge möchte ich internationalen Studenten, Absolventen und young professionals zeigen, dass es keine Rolle spielt, wo man geboren oder aufgewachsen ist. Wenn man den Willen und ein positives Mindset hat, kann man alles werden, was man sein möchte.

Was war dein Tiefpunkt in deinem Leben und welche Stärken hast Du daraus entwickelt?

Der Kulturschock in Deutschland war wirklich eine harte Zeit für mich. Zum einen, weil ich alleine war und meine ganze Familie in Kenia ist. Zum anderen, weil ich keine Menschen hatte, zu denen ich aufschauen konnte. Ich sage immer scherzhaft zu meinen Freunden: Wenn ich in Deutschland “überleben” konnte, kann ich auch überall sonst auf der Welt “überleben”.

Was bedeutet dich Freiheit?

Für mich bedeutet Freiheit, die Person zu werden, die man sein möchte, unabhängig davon, was andere sagen. Es bedeutet, an seine Fähigkeiten zu glauben und sich nicht von anderen definieren zu lassen.  Es bedeutet auch, frei zu sein von einschränkenden gesellschaftlichen Vorstellungen und das Ziel zu haben, die beste Version von sich selbst zu werden.

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

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Minds of MentorMe – mit Simona Stoytchkova

Minds of MentorMe – mit Simona Stoytchkova

Steckbrief:
Simona Stoytchkova
CEO und Vorstandsmitglied bei IG Europe
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Simona, wer bist du?

Ich heiße Simona Stoytchkova und bin die CEO von IG Deutschland und Vorstandsmitglied von IG Europe. Diversity und Finanzbildung sind absolute Herzensthemen für mich, und insbesondere durch Mentoring möchte ich meine Erfahrungen an junge Frauen und Berufsanfängerinnen weitergeben.

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Wie gehst du mit deinen Ängsten um?

Meine Methode lautete schon immer „einfach mal machen“ und der Rest kommt in der Praxis. Leider stelle ich immer wieder fest, dass insbesondere Frauen im Beruf sehr oft Angst vor dem Versagen haben, oder dass sie für etwas nicht gut genug sind. Das führt dazu, dass sie sich nicht trauen sich für eine Aufgabe zu melden bevor sie denken dass sie perfekt darin sind – und das ist leider falsch. Meine Erfahrung ist, im Leben lernt man am meisten, und zwar wenn man loslegt und einfach mal macht. Auf dem Weg lobt man sich dann für die kleinen Erfolge, wird dadurch immer mehr und mehr selbstbewusster, und verliert somit die Angst mit der Zeit.

Welche Werte treiben dich an?

Für mich ist Authentizität mein wichtigster Wert. Ich war schon immer Ich selbst und wirke dadurch offen, ungekünstelt und ehrlich. Damit strahle ich aus, dass ich zu mir stehe und damit zu meinen Stärken und auch zu meinen Schwächen. Das schafft bei Mitarbeitern und auch Kunden Vertrauen, und weckt dabei sogar Sympathie. Natürlich geht Authentizität mit einer gewissen persönlichen Reife und Wirkung einher, das bedeutet, es ist wichtig auch immer denn Kontext zu ermessen und sich der jeweiligen Situation anzupassen, ohne sich jedoch fälschlich zu verbiegen.

Was ist für dich ein erfülltes Leben?

Ein erfülltes Leben ist für mich soviel wie nur möglich Zeit mit den Menschen in meinem Leben zu verbringen, die mir viel bedeuten und sehr gut tun, und dabei gesund zu bleiben. Zeit und Gesundheit sind für mich die zwei größten Luxusfaktoren im Leben.

Was ist die schönste Erinnerung deiner Kindheit und warum?

Ich hatte eine sehr schöne Kindheit, voller Liebe und Zuneigung, insofern ist es sehr schwer für mich „die schönste Erinnerung“ auszusuchen. Aber ich kann an eine Erinnerung denken, die mich ziemlich geprägt hat.

Da meine Eltern studiert haben, als ich auf die Welt kam, habe ich viel Zeit in meiner Kindheit mit meinen Großeltern verbracht. Mein Opa hat mir Schach beigebracht, aber er hat mich immer wieder und wieder besiegt, und für jemand, der ein schlechter Verlierer ist, war das sehr schwer. Eines Tages wollte ich aufgeben, war sehr traurig dass ich immer wieder verliere und es nicht mal zum Gleichstand schaffe. Da ist mein Opa mit mir spazieren gegangen und hat mir erklärt dass man im Leben immer kämpfen muss für alles was man wirklich will. Er hat mir gesagt dass das ganze Leben ein Schachspiel ist und die Kunst darin besteht vorausschauend zu sein, an sich zu glauben, und nie aufzugeben. Dabei hat er mir viele Bespiele aus seinem Leben gegeben. Ich werde diesen Spaziergang nie vergessen. Natürlich habe ich dann weiter mit ihm gespielt und nach weiteren 14 Spiele auch endlich gewonnen. Er hat mir nie verraten ob er mich hat gewinnen lassen, aber seit dem habe ich nie etwas aufgeben, was mir im Leben wichtig war, auch wenn es wiederholt nicht geklappt hat.

Wer hat in dich investiert, als du noch nicht erfolgreich warst? Warum?

Ich habe 2 ex-Chefinnen, die bei mir für meinen beruflichen Erfolg instrumental waren. Die eine heißt Alexia Ackermann und die andere Laetitia Teuber. Beide waren auch gleichzeitig meine Mentorinnen, haben viel Zeit und Mühe in mich investiert um das beste aus mir herauszuholen und waren insgesamt die besten Führungskräfte die ich je hatte. Beruflich sind sie meine Vorbilder und haben mir sehr viel beigebracht. Ich hatte sehr viel Glück auf beide im Leben zu treffen, und ich denke meine Ambitionen, meine Persönlichkeit, und mein Durchhaltevermögen war ausschlaggebend, dass sie in mich investiert haben.

Was würdest du heute anders machen?

Wenn ich im Leben zurückgehen könnte, hätte ich mich mit Mentoren früher vernetzt und generell die Vorteile vom Netzwerken früher angewandt. Ich war am Anfang meiner Karriere sehr naiv und glaubte, wie viele andere Frauen fälschlicherweise auch, dass Können im Beruf der ausschlaggebende Faktor für eine erfolgreiche Karriere ist, und dass die gläserne Decke ein Hirngespinst ist. Ich habe länger gebraucht um zu verstehen, dass beruflicher Erfolg von Menschen sehr wenig mit eigenes Können zu tun hat, sondern eher mit Sichtbarkeit und Netzwerk korreliert.

Was war dein größter nicht-kommerzieller Erfolg? Wie hast du ihn erreicht?

Es ist schwierig „den größten“ zu nennen, aber einer der für mich heraussticht ist während meiner Zeit bei Lollypops. Lollipops war damals eine Wolhtätigkeitsorganisation in London, die für krebskranke Kinder durch Freiwillige simple Zaubertricks im Krankenhaus vollbracht hat. Ich war einer dieser Freiwillige und habe regelmäßig für eine Gruppe von Kindern gezaubert. Da gab es ein kleines Mädchen dass sich besonders für die Tricks interessiert hat und mit dem ich damals viel Zeit verbrachte die Zaubertricks zu erklären. Eines Tages kam ich im Krankenhaus an und sie war nicht da. Ich ging zur Schwester und bat sie dem Mädchen Bescheid zu geben dass wir da sind und gleich anfangen, da ich wusste wie sehr sie sich immer gefreut hat uns zu sehen. Leider erfuhr ich von der Schwester dass das Mädchen die Nacht davor gestorben ist. 

Es brach mir das Herz in tausend Stücke und ich habe an dem Tag aufgehört bei Lollypops tätig zu sein. Aber was mich dennoch sehr erfüllt hat ist die Aussage einer anderen Schwester, die dazukam und meinte, dass das Mädchen sehr oft von Simona und ihre Zaubertricks gesprochen hätte, dabei immer glücklich gewesen wäre, und gesagt hätte, sie freut sich wenn Simona eines Tages auch im Himmel ist und wieder Zaubertricks für sie machen kann.

Was ist deine wichtigste Erkenntnis aus deinem Umgang mit Menschen (Menschenkenntnis)?

Mein Wichtigstes Erkenntnis ist dass man von Menschen das bekommt, was man auch als Mensch auch selbst gibt. Das ist nicht absolut immer zu 100% wahr, also einige Enttäuschungen gibt es da schon, aber zum großen Teil hat es sich in meinem Leben bewahrheitet.

Was willst du am meisten auf der Welt hinterlassen, wenn du gehst?

Ich möchte dafür bekannt sein, dass ich Frauen dabei unterstützt habe, sich beruflich zu realisieren und ihr gesamtes Potential auszuschöpfen. Das bedeutet ich möchte meinen persönlichen Teil dazu beitragen, Frauen in Führungspositionen zu bringen, und auch wenn ich damit nicht die ganze Welt erreiche  kann, diejenigen die ich unterstützt habe, werden auch die zukünftigen Generationen von Frauen unterstützen und wer weiß, hoffentlich wird es für diese Generationen auch eine gerechtere Verteilung auf Führungsebene geben, und so weiter und so weiter. Somit würde ich eine sehr positive Kettenreaktion ausgelöst haben, was mich sehr stolz machen würde.

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. 💜

Minds of MentorMe – mit Cornelia Michel

Minds of MentorMe – mit Cornelia Michel

Steckbrief:
Cornelia Michel
Selbständig als Management- und Changeberaterin
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Cornelia, wer bist du?

Ab dem 01.04.2021 bin ich als selbständige Management- und Changeberaterin aktiv. Ich unterstütze Führungskräfte in Veränderungsprozessen, sehe mich als strategische Impulsgeberin und pragmatische Transformationsbegleiterin. Mir ist ein ganzheitlicher Blick auf Changeprozesse ebenso wichtig, wie die Umsetzung konkreter, machbarer Veränderungsschritte, die Menschen und ihre Organisationen effektiv voranbringen.

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Wie gehst du mit deinen Ängsten um?

Ich versuche, mich ihnen so gut es geht zu stellen. Wichtig ist, achtsam zu sein und sie erst einmal überhaupt wahrzunehmen, um dann verstehen zu wollen, woher sie kommen. Dann erst kann ich versuchen, sie zu integrieren und von ihnen zu lernen.

Ängste wollen einen ja in der Regel vor etwas warnen oder schützen. Wenn ich mich schon gut genug kenne, kann ich selbst entscheiden, ob das Gefühl der Angst hilfreich und “berechtigt” ist – mich also vor einer falschen Entscheidung oder Handlung schützt, oder ob es ein hinderliches und “altes” Angstgefühl ist, das in der jeweiligen Situation gar nicht mehr notwendig ist.

Welches Netzwerk kannst du empfehlen?

Da möchte ich mich gar nicht auf ein einziges festlegen, denn es gibt so viele Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Es existieren zahlreiche Plattformen, die ich privat und/oder beruflich nutzen kann, jede mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Facetten.

Ich denke, besonders in herausfordernden Zeiten ist ein persönliches und tragfähiges Netzwerk sehr wichtig. Damit es aber tragfähig wird bzw. bleibt, ist es notwendig, sein Netzwerk gut zu pflegen. Das geht meiner Meinung nach nur, wenn die Anzahl der Menschen im Netzwerk überschaubar bleibt. Ansonsten werden Kontakte beliebig oder der Zeitaufwand zu Pflege unverhältnismäßig hoch.

Ich selbst nutze LinkedIn (inkl. MentorMe) und XING sowie weitere private Netzwerke, die sich aus Studium und Beruf ergeben haben.

Welches Buch hast du zuletzt zu Ende gelesen und was brachte es dir?

Das Buch “Worauf wartest Du noch” von Antje Gardyan ist das, welches ich zuletzt gelesen habe. Dieses Buch hat mir auch den endgültigen Anstoß gegeben, in die Selbständigkeit zu starten. Ich mag den klaren Schreibstil der Autorin und die zugrunde liegende Aussage, dass jede(r) selbst für die Entscheidungen im Leben verantwortlich ist.

Im Buch werden Leitbilder reflektiert, die wir im Laufe unseres Lebens mit auf den Weg bekommen haben, die sich mitunter aber als Hindernis erweisen, für die persönliche Weiterentwicklung und die Möglichkeiten, Veränderungen aktiv anzugehen und zu gestalten. Unbequemes aber sehr inspirierendes und spannendes Buch.

Was war dein größter nicht-kommerzieller Erfolg? Wie hast du ihn erreicht?

Das war die Besteigung der Zugspitze im Herbst 2013. Zu diesem Zeitpunkt war ich im Sabbatical und lebte mit meinem damaligen Lebensgefährten im Allgäu. Zu jenem Zeitpunkt passte einfach alles zusammen: das Wetter, unser Fitnesslevel sowie die gesammelte Bergerfahrung. Dazu die Lust, die Besteigung zu wagen und der Mut, es dann “einfach” anzugehen. Es waren schon ziemlich anstrengende und schweißtreibende zehn Stunden Aufstieg, doch die haben sich wirklich gelohnt. Völlig geschafft und stolz oben am Gipfelkreuz anzukommen und auf der anderen Seite – auf der Besucherplattform – die internationalen Touristen zu sehen, die mit der Gondel oder Bergbahn hochgefahren waren, das war mit eins der skurrilsten und tollsten Erlebnisse meines Lebens.

Was machst du an einem freien Tag?

Die Natur genießen und möglichst viel an der frischen Luft sein, einen Kaffee mit FreundInnen trinken (also, wenn das Corona-mäßig wieder geht), ein gutes Buch lesen, mich einfach treiben lassen und schauen, was der Tag sonst noch so Schönes mit sich bringt.

Was treibt dich im Innersten an?

Neugier, Lust am Lernen und Forschergeist. Ich finde, die Welt ist ein spannender Ort. Es gibt so viel zu entdecken, sei es auf Reisen oder im heimischen Umfeld. Es gibt unendlich viele spannende Bücher, Filme, Dokumentationen oder auch Studiengänge, Berufsbilder, Lebenskonzepte, Menschen. Es macht mir Freude, Neues auszuprobieren und kennenzulernen. Sei es ein Kochrezept, eine neue Sportart oder ein neuer Job mit neuen KollegInnen . Dieses innere Feuer hat mich in meinem Leben zur aktuellen Situation geführt. Ich stehe am Beginn meiner Selbständigkeit, bin ziemlich aufgeregt und sehr gespannt, wohin meine persönliche Reise noch führt…

Wie hast du deine Mentoren gefunden (oder haben sie dich gefunden)?

Im Rahmen eines firmeninternes Programms wurden MentorInnen und Mentees zugelost bzw. die MentorInnen konnten sich ihre Mentees aus einem Kandidaten-Pool auswählen. Leider gab es durch diesen einseitigen Matching-Prozess einige nicht ganz so glückliche und zufriedenstellende Konstellationen. Wir haben das Beste draus gemacht und trotzdem viel gelernt. 🙂

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

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Minds of MentorMe – mit Melanie Lenke

Minds of MentorMe – mit Melanie Lenke

Steckbrief:
Melanie Lenke
Head of Learning & Development bei der Deutschen Kreditbank AG
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Melanie, wer bist du?

Bei der Deutschen Kreditbank AG bin ich für die Themen Personalentwicklung und (betriebliche) Weiterbildung verantwortlich und führe ein Team aus 13 Mitarbeiter*innen. Ich glaube fest an die Vorteile divers zusammengestellter Teams. Insbesondere die Förderung von (mehr) Frauen in Führungspositionen und von Quereinsteiger*innen (z. B. in Hinblick auf den Studiengang) in die Wirtschaft sind mir ein großes Anliegen.

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Welches Netzwerk kannst du empfehlen?

MentorMe! Generell finde ich es wichtig, in verschiedenen Netzwerken unterwegs zu sein, also die eigene “Bubble” auch mal zu verlassen. Ich engagiere mich sowohl in eher fachlich geprägten Netzwerken zu Learning & Development oder HR-Themen als auch in überfachlichen Netzwerken wie MentorMe und Panda.

Welche Frau bittest du regelmäßig um Rat?

Meine Oma! Ich schätze ihre Lebenserfahrung, es gibt kaum eine Situation, die sie nicht auch in irgendeiner Form erlebt hat. Außerdem ist sie sehr ehrlich und direkt. Das hilft mir wenn es z. B. um wichtige Entscheidungen geht. Und obwohl sie für ihre Generation sehr modern denkt, erdet es mich zu hören, dass nicht alles, was wir heute haben, selbstverständlich ist. Sie brauchte z. B. damals noch ein schriftliches Einverständnis ihres Mannes um arbeiten gehen zu dürfen!

Welches Buch hast du zuletzt zu Ende gelesen und was brachte es dir?

Haruki Murakamis “Die Ermordung des Commendatore”. Ich muss dazu sagen: ich bin großer Murakami-Fan! Seine Bücher sind unglaublich vielschichtig und facettenreich. Gerade jetzt, wo die Freizeitangebote Corona-bedingt sehr reduziert sind, helfen mir (gute) Bücher einen geistigen Ausgleich zur Arbeit zu haben.

Was machst du an einem freien Tag?

Da mein Kalender unter der Woche meistens ziemlich voll ist, versuche ich meine freien Tage möglichst wenig zu verplanen. Am liebsten gehe ich morgens eine Runde mit Freunden rudern, danach genieße ich einen umfangreichen Brunch und einen Powernap und dann – mal sehen!

Was fehlt dir heute, was du früher ohne Erfolg hattest?

Freie Zeiteinteilung. Gerade während des Studiums konnte ich mir meine Tage frei einteilen und selbst entscheiden wann ich was mache. Das habe ich sehr genossen und ist im Berufsleben und insbesondere in einer Führungsposition seltener der Fall. Schließlich ist es mir wichtig für Mitarbeiter*innen ansprechbar zu sein. Der Nachteil damals war aber auch, dass ich nie wirklich frei hatte. Das wiederum kann ich jetzt besser beeinflussen.

Welche Eigenschaften schätzt du am meisten in Anderen?

Ehrlichkeit, Offenheit (“Open Mindset”) und Mut. Die drei Eigenschaften hängen für mich zusammen. Es braucht manchmal Mut um ehrlich zu sein. Es braucht Offenheit und Flexibilität um andere Meinungen akzeptieren zu können. Ich habe das Gefühl, dass ich von Menschen, die diese Eigenschaften haben, viel lernen kann. Oftmals inspirieren sie mich auch selbst Dinge anders zu denken oder mutig(er) zu sein.

Was waren deine lehrreichsten Fehler und/oder Misserfolge und was hast du daraus mitgenommen?

Nach meinem Bachelorstudium in Kanada, habe ich meinen Master in Berlin begonnen. Ich habe relativ schnell gemerkt, dass das Studium hier viel theoretischer war und primär auf eine Karriere in der Wissenschaft abzielte (die ich nicht plante). Ich habe es dennoch durchgezogen und ehrlicherweise auch keine anderen Optionen in Betracht gezogen. Heute würde ich anders herangehen und stärker überlegen, in was ich warum/wofür meine Zeit und Energie investiere. Dennoch habe ich letztlich auch viel an der Uni gelernt. 

Welche Frauen inspirieren Dich?

Zu viele um sie hier alle aufzulisten. Auf jeden Fall Ruth Bader Ginsburg, Malala Yousafzai, Michelle Obama, Jacinda Ardern, Christiane Amanpour, Serena Williams… und es gibt so viele Heldinnen im Alltag. Inspiration findet man immer wenn man über den eigenen Tellerrand schaut.

Welchen Rat würdest du deinem Jüngeren ich heute geben?

Es kommt immer anders als man denkt. Das soll nicht heißen, dass man nichts planen soll oder sich keine Ziele setzen soll. Aber ich finde es wichtig, im Kopf flexibel zu bleiben. Wenn sich z. B. Rahmenbedingungen ändern, ist es wichtig, gesteckte Ziele auch zu hinterfragen und ggf. anzupassen. 

Wann hast du das letzte Mal Feedback, Kritik und/oder Lob von einem Mitarbeiter erhalten und warum?

Gerade gestern hatten wir eine Veranstaltung, bei der ich ein Intro gegeben habe. Anschließend meinte eine Kollegin zu mir, sie hätte das sehr überzeugend und souverän gefunden. Mich hat das total überrascht, da ich selber einen anderen Eindruck hatte. Und das ist der springende Punkt warum Feedback so wichtig ist: Fremd- und Selbstbild können verschieden sein und wenn man sich entwickeln möchte, ist es in meinen Augen wichtig, beides auf dem Schirm zu haben. 

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. 💜

Mentoring Erfolgsstory mit MentorMe: Sarah & Aylin teilen ihre Key Learnings

Mentoring Erfolgsstory mit MentorMe: Sarah & Aylin teilen ihre Key Learnings

Warum habt ihr euch für Mentoring und insbesondere MentorMe entschieden?

Unser Gründerinnen-Team besteht aus Sarah Ahlf und Aylin Hinz. Wir beide sind 28 Jahre alt und wohnen seit ca. neun Jahren in Berlin. 2018 haben wir uns in einer ehemaligen Beschäftigung kennengelernt, in der wir für das Marketing-Department gearbeitet haben. Wir beide haben uns unabhängig voneinander den lang ersehnten Traum vom eigenen Hund erfüllt. Auf der Suche nach Hundezubehör für unsere Rüden Anton und Balu ist uns aufgefallen, dass die Produkte nicht auf den Lifestyle und die Bedürfnisse von Hund und Halter*in im urbanen Raum angepasst sind. Sie sind pragmatisch konzipiert, meist unästhetisch und erfüllen nur einige Aspekte des gesamten Funktionsspektrums. Wir möchten aber keinerlei Abstriche machen: Modernes Design mit allen benötigten Funktionen in höchster Qualität muss her. Und das bitte auch so nachhaltig wie möglich! Diese attraktive Marktlücke nutzen wir jetzt mit www.pawpow.store, und bauen unser eigenes Unternehmen auf.

Sarah belegte nach ihrer Kündigung im letzten Jahr ein Gründungscoaching über die Agentur für Arbeit, wo sie durch ihren ehemaligen Coach auf das Mentoring-Programm von MentorMe aufmerksam gemacht wurde. Diese Art von Förderung war ihr bis dato noch nicht bekannt.

Um ihre berufliche als auch private Weiterentwicklung zu fördern hat sie sich dazu entschlossen eine Mitgliedschaft bei MentorMe abzuschließen und in sich selbst zu investieren.

Gesagt, getan – nach kurzer Zeit war sie so begeistert, dass sie auch ihre Geschäftspartnerin Aylin inspirierte und schnell wurde beiden klar, dass ein gemeinsames Mentoring mit zwei Mentor*innen in verschiedenen Bereichen die eigenen Kompetenzen sehr gut ergänzen und noch zielführender sein wird.

Unsere Mentor*innen Cinja Albrechtund Oliver Kraftsik unterstützen uns seither in den Bereichen E-Commerce und Supply Chain Management. Wir sind ein starkes Team und profitieren von der Expertise jedes einzelnen.

 

Was sind eure 3 Key Learnings aus eurem persönlichen Mentoring oder welche 3 Meilensteine habt ihr erreicht, die ohne das Mentoring eher nicht denkbar gewesen wären? (Solltet ihr mehr haben, können wir auch einen Blogbeitrag daraus machen.)


1. “Ein guter Manager kalkuliert die Geschehnisse in der Zukunft bereits mit ein.”

Wir kommen beide aus dem kreativen Bereich und Projektmanagement ist uns leider nicht mit in die Wiege gelegt worden. Zu Beginn haben wir Wochenpläne gemacht, die wir dann abgearbeitet haben. Durch das Mentoring wurde uns aber ans Herz gelegt sich einmal die Zeit zu nehmen einen großen Projektplan aufzustellen, an dem wir uns orientieren und den wir effizient abarbeiten können. Wir haben gelernt, dass manifestierte Ziele einfacher erreicht werden.

2. Netzwerk ist alles!

Unsere Mentor*innen haben uns durch ihr Netzwerk schon so einige Möglichkeiten verschafft. Zum Beispiel haben wir durch Oliver eine Gewinnspiel-Kooperation mit einem großen E-Commerce-Unternehmen eingehen können, was uns gerade zu Beginn unseres Unternehmens hoffentlich mehr Reichweite nah an unserer Zielgruppe verschafft. Ein anderes Mal haben wir sehr von den Erfahrungen einer Kollegin unserer Mentorin Cinja im Bereich Franchise profitieren können, da sie so lieb war sie uns vorzustellen. Das schöne daran ist, dass uns unsere Mentor*innen eben auch Themenübergreifend unterstützen.

3. Der*Die richtige Mentor*in zur richtigen Zeit

Zu Beginn eines Mentorings ist es von Vorteil, sich einmal genau zu überlegen, in welchem Bereich man zum aktuellen Zeitpunkt Unterstützung benötigt. Aus Interesse haben wir beim Fragebogen viele Themenbereiche ausgewählt, die für uns und unser Unternehmen im ersten Moment interessant erschienen. Wir starteten ein Mentoring im Bereich Leadership, was zu einem späteren Zeitpunkt deutlich mehr Relevanz für uns gehabt hätte.

Durch die Möglichkeit eines Vetos, haben wir dann nochmal zu einem anderen Themenbereich wechseln dürfen, wofür wir sehr dankbar sind. Unsere Mentorings im Bereich E-Commerce und Supply Chain Management haben uns gerade zu Beginn unseres produzierenden Gewerbes extrem weitergeholfen. Wir sind wirklich sehr glücklich mit unseren Mentor*innen. Wir würden sagen – it’s a match!

4. Hilfe annehmen ist wichtig

Manchmal fällt es schwer nach Hilfe zu fragen oder diese anzunehmen. Uns war es zu Beginn des Mentorings teilweise sogar unangenehm zuzugeben, dass wir von manchen Dingen einfach keine Ahnung haben! Genau aus diesem Grund startet man aber ja ein Mentoring. Man holt sich die Expertise, die einem selbst fehlt.

Wie geht es jetzt bei euch weiter?

Unser Shop mit stilvollen, veganen Hundeaccessoires für das urbane Leben, www.pawpow.store, ist nun seit Mitte Mai endlich online und ein riesen Meilenstein damit für uns geschafft. Wir arbeiten gerade sehr intensiv daran unser noch kleines Unternehmen bekannt zu machen. Glücklicherweise haben wir noch die Hälfte unseres Mentorings zur Verfügung. Wir können uns die Zeit ohne Cinja und Oliver kaum mehr vorstellen.

Aktuell überlegen wir noch ein weiteres Mentoring bei MentorMe im Bereich Marketing zu starten, da wir hier noch Unterstützung benötigen.

Was empfehlt ihr Frauen, die in einer ähnlichen Situation wie ihr wart/seid?

Wir verzichten gerne darauf schlaue Ratschläge zu geben. In erster Linie ist es doch wichtig, dem eigenen Bauchgefühl zu folgen und sich selbst zu vertrauen. 

Das tolle an einem Mentoring ist, dass man gerade zu Beginn mit wenig Budget von viel Expertise profitieren kann. Unabhängig davon, ob man dabei noch nach seinem persönlichen Pfad sucht oder diesen bereits gefunden hat.

 

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