Fragen von Mentor*innen

Häufige Fragen von Mentor*innen

Was ist Mentoring und was ist der Unterschied zu Coaching?

Mentoring ist Beratung und Austausch zu beruflichen Fragestellungen durch eine erfahrene Person (Mentor*in) an eine unerfahrenere Person (Mentee). Der/die Mentor*in gibt seine/ihre beruflichen Erfahrungen, fachliches Wissen und auch Kontakte an den Mentee weiter und steht ihr als Sparringspartner für ihre persönlichen Fragen zur Verfügung.

ENTSCHEIDEND ist: der/die Mentor*in hat beruflich mehr Erfahrung und Wissen in einem Beruf und einer Branche als die Mentee! NICHT WICHTIG ist, dass der/die Mentor*in älter ist oder dasselbe studiert hat.

Im Unterschied dazu berät ein Coach nicht. Vielmehr hilft ein Coach dem Kunden (Coachee) durch Methoden und gezielte Fragestellungen, selbst neue Perspektiven einzunehmen und neue Lösungswege zu finden. Zudem haben viele Coaches spezifische Ausbildungen hinter sich.

Wie funktioniert Mentoring bei MentorMe – vom Matching bis zum Mentoring?

1. MATCHING-PROZESS:
Nachdem du das Mentor*innen-Formular ausgefüllt und eingereicht hast, kommst du bei uns in den Pool. Wir werden dann am Matching arbeiten. Wenn du schon Mentor*in bist, freuen wir uns, dir eine neue Mentee vorzuschlagen. Nachdem wir für dich die am besten passende Mentee gefunden haben und sie dir als Mentor*in zugestimmt hat, schicken wir dir ihr Mentee-Formular und ihren CV zu. Wenn auch du ihr als MentorIn zustimmst, matchen wir. Ihr beide erhaltet dann eine offizielle Matching-Mail mit weiteren Infos und der Einladung zum Kick Off oder Online Onboarding.

WICHTIGER HINWEIS: Wir matchen primär basierend auf der Übereinstimmung der Branche, in der du als Mentor*in arbeitest und in der die Mentee arbeiten bzw. sich positionieren möchte. NICHT WICHTIG ist, dass du älter bist oder dasselbe Studium absolviert hast wie deine Mentee!

2. MENTORING KICK OFF (November): Du lernst deine Mentee persönlich beim Kick Off zu Beginn des Programmjahres oder via Online-Onboarding in den Folgemonaten kennen (falls du das Programm später beginnst). Wir führen euch in das Mentoring ein und ihr klärt gemeinsam die Erwartungen, Ziele und Grenzen eures Mentorings. Abschließend unterschreibt ihr eine gemeinsame Mentoring-Vereinbarung.

3. MENTORING SESSIONS (Dezember bis Oktober des Folgejahres): Du stehst deiner Mentee nach dem Kick Off 1x im Monat für ca. 1 Stunde beratend zur Seite – in persönlichen Treffen oder via Telefon/Skype. Du gibst ihr Einblicke in die Arbeitswelt und in die Arbeitspraxis, unterstützt sie bei ihrer beruflichen Orientierung, bei Bewerbungen und vernetzt sie mit deinen Kontakten. Du fährst dabei keine eigene Agenda, willst die Mentee weder in eine Richtung drängen, noch den eigenen beruflichen Weg aufzwingen. Du bist da, um sie auf ihrem Weg in den Beruf oder im Beruf nach oben zu begleiten und zu beraten. Am besten habt ihr auch ab und zu Feedback-Gespräche zum Mentoring (Was läuft? Was wünschst du dir?) und evaluiert zum Halbjahr die bisherige Vorgehensweise und Ziele für die restliche gemeinsame Zeit.

4. MENTORING ENDE (Oktober des Folgejahres): Ihr evaluiert gemeinsam euer Mentoringjahr (Was lief gut? Was hätte besser sein können?). Im besten Fall wirst du ab November – wenn das neuen Programmjahr beginnt – mit einer neuen Mentee gematcht. Gerne könnt ihr ab nun in losem Kontakt bleiben und im besten Fall wird deine ehemalige Mentee nun selbst Mentorin.

Wer sind die Mentor*innen bei MentorMe?

Unsere Mentor*innen haben mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in einer Branche oder beruflichen Tätigkeit (Traineeships und Werkstudenten-Tätigkeiten zählen jedoch nicht). Sie kommen aus Branchen wie z.B. (Social) Entrepreneurship, Strategie,- Kommunikations,- Umwelt- und Wirtschaftsberatung, Ministerien, Politik und Politikberatung, NGOs und Think Tanks, Stiftungs- und Vereinswesen, Entwicklungszusammenarbeit, TV- und Printjournalismus, Film, Blogging, Public Relations, Public Affairs, Human Resources und Personalentwicklung, Kunst-, Kultur- und Digitalwirtschaft, Eventmanagement, Vertrieb, Hochschul- und Erwachsenenbildung, Coaching und Training, Gesundheits-, Change- und Diversitymanagement und vielen mehr.

Unsere Mentor*innen arbeiten in Unternehmen und Organisationen wie: Adelphi, Adidas, AOK, Auswärtiges Amt, Bitkom, Bundespresseamt, Bundestag, Bundesverteidigungsministerium, Bundesagentur für Arbeit, Deloitte, Deutsche Welle, Die Welt, DKB, EditionF, Enorm Magazin, Europäische Kommission, EY, Flüchtlingsnotunterkunft Berlin, Friedrich Naumann Stiftung, Gründerszene, Hexal, Deutsches Historisches Museum, Konrad Adenauer Stiftung, KPMG, PWC, Siemens, Sparkasse, Tagesspiegel, Talents4Good, Unicef, Vice Magazine, Zalando etc.

Wer sind die Mentees bei MentorMe?

Unsere Mentees sind engagierte und motivierte Studentinnen, Absolventinnen und Young Professionals. Das Durchschnittsalter beträgt 28 Jahre, wobei die jüngeren 24 und die älteren um die 34 sind. Sie sind sehr vielfältig! So haben wir auch junge Mütter, Women of Color, Frauen mit Migrationserfahrung und Mentees aus verschiedensten Ländern. Um den Herausforderungen gerecht zu werden, denen sich diese Frauen im Berufsleben stellen müssen, bieten wir ihnen Zusatzangebote wie z.B. die Peer-to-Peer Gruppe „MentoringMoms“ an.

Kann ich mir meine Mentee auswählen?

Ja. Bereits im Mentor*innen-Formular kannst du angeben, ob deine Mentee einen bestimmten Background haben sollte, wie z.B. Migrationserfahrung, eine Woman of Color, mit internationalem Wurzeln oder einem sozial schwächerem Umfeld. Im Zuge des Matchingprozesses schicken wir dir das Formular und den CV einer Mentee zu. Gleichsam schicken wir der Mentee dein Formular zu. Nur wenn ihr beide einander als Mentor*in und Mentee ein „Go“ gebt, matchen wir euch zu einem Mentoring-Team. Das bedeutet: falls du das Mentoring mit der von uns vorgeschlagenen Mentee nicht wünschst, versuchen wir dich anderweitig zu matchen.

Was ist der Beitrag meiner Mentee für das Gelingen des Mentorings?

Der Beitrag der Mentee zum Gelingen des Mentoring ist, dass SIE SELBST sich als den proaktiven Part versteht! Du als Mentor*in leistest mit deinem Engagement einen unglaublich wertvollen Beitrag – und solltest der Mentee somit nicht „nachlaufen“ müssen. Vielmehr sollte die Mentee dich um Mentoring Sessions bitten. Am besten vereinbart ihr zum Ende jeder Mentoring Session einen neuen Termin für das kommende Monat. Bitte mach deiner Mentee klar, ob du ein „offenes“ oder „strukturiertes“ Mentoring bevorzugst. Bei Ersterem kann sie dir ohne Vorbereitung jene Fragen stellen, die ihr gerade unter den Nägeln brennen. Bei einem strukturieren Mentoring sollte sie sich vorab Themen überlegen, die sie besprechen willst und/oder Fragen, die sie dir dann stellst. Last but not least: die Mentee sollte sich deinen zeitlichen und örtlichen Möglichkeiten anpassen.

Bekomme ich Materialien für die Mentoring Sessions?

Gerne geben wir unseren Mentor*innen Tools an die Hand, die sie zur Vorbereitung und zur Begleitung der Mentoring Sessions mit ihren Mentees verwenden können, wie z.B. Protokollvorlagen für Mentees zur Dokumentation der Mentoring Sessions, Reflexionsübung, SWOT- und Stärkenanalysetool, etc.

Was bekomme ich als Mentor*in von MentorMe?

Unseren Mentor*innen bieten wir für ihr ehrenamtliches Engagement viel an, denn klar ist: Ohne sie wäre MentorMe nicht möglich! In kürze bedeutet das:

  • Zugang zu unserem Mentor*innen-Netzwerk
  • Persönliche Vernetzung mit anderen Mentor*innen
  • Zugang zu allen MentorMe-Veranstaltungen
  • Trainings für Mentor*innen
  • Get Togethers für Mentor*innen
  • Teilnahme an Gewinnspielen

Das komplette Programm und der Kalender des Programmjahres2019/20 ist im Detail unter „Programm“ zu finden und wird laufend aktualisiert.

Ich wohne nicht in Berlin. Kann ich trotzdem Mentor*in werden?

Ja! Wir haben viele Mentees und Mentoren*innen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Da wir unsere Mentoring-Teams primär inhaltlich und nicht regional matchen (außer es wünscht sich jemand explizit, dass die Mentee oder Mentor*in aus der selben Region kommt), finden viele Mentoring Sessions via Skype oder Telefon statt. Zudem kommt: Viele unserer Training- und Networking-Angebote für unsere Mentees und Mentor*innen werden online übertragen. Allerdings empfehlen wir, zumindest zum Kick Off des Programmjahres nach Berlin zu kommen, damit sich Mentee und Mentor*in auch persönlich kennen lernen.

Das MentorMe-Programm hat bereits begonnen. Kann ich quereinsteigen?

Ja! Wir bekommen immer wieder Anfragen von interessierten Menschen, die Mentor*innen werden wollen und die Aufnahmephase vor dem Programmstart, den Kick Off zum Programmstart sowie die ersten Monate des Programms verpasst haben. Diese sind dann bei uns in einer Warteliste vermerkt. Wenn wir Mentees in der Warteliste haben, die noch nicht gematcht worden sind und zu dir als Mentor*in passen, starten wir gerne mit dir den Matchingprozess.

Ich bin während des Programms oft auf Reisen und im Ausland. Macht meine Teilnahme Sinn?

Ja! Wenn du und deine Mentee bereit seid, das Mentoring zum Teil auch via Skype oder Telefon abzuhalten, ist das gar kein Problem. Zudem übertragen wir viele unserer Training- und Networking-Angebote für Mentees und Mentor*innen via Skype, sodass auch du daran teilnehmen kannst, während du reist oder im Ausland bist.

Was passiert, wenn ich mit meiner Mentee unzufrieden bin?

Obwohl es selten passiert, kann es vorkommen, dass das Mentoring – sei es auch persönlichen oder professionellen Gründen – nicht zustande kommt. Dann versuchen wir zuerst mit Hilfe unseres MentorMe-Mediators eine Lösung für Mentee und Mentor*in zu finden. In den meisten Fällen hilft diese Mediation und das Mentoring kann frei von Unklarheiten fortgesetzt werden. Falls jedoch auch das nichts nützt, beenden wir das Mentoring an dieser Stelle und matchen dich gerne neu.

Welchen Mentor*innen-Beitrag zahle ich?

Keinen! Unsere Mentor*innen zahlen nichts für die Mitgliedschaft bei MentorMe und unsere Services: Mentoring, Training und Networking. Das ist für uns selbstverständlich, denn ohne ihr großes Engagement wäre MentorMe nicht möglich!

Falls Mentor*innen selbst Mentees werden wollen – da sie sich in ihrem Beruf neu positionieren wollen – zahlen sie nach einem Jahr aktiven Mentoring den Mentee-Beitrag für Absolventinnen & Young Professionals.

Der einzige Service von MentorMe, der nicht Teil des Programms ist und für sich selbst steht, sind unsere Webinare. Diese kosten pro Webinar 11,90 (inkl. MwSt.). Falls der/die Mentor*in über eine Unternehmenskooperation Mentor*in geworden ist, sind auch die Webinare kostenfrei!

Werden mir Reisekosten zu Trainings und Networkings von MentorMe bezahlt?
Nein. Leider können wir für jegliche Anreisekosten zu unseren Veranstaltungen wie Trainings und Networkings sowie zu den Mentoring-Sessions keine Kosten übernehmen.
Welchen Mentee-Beitrag zahlt meine Mentee?

Als soziales Unternehmen wollen wir unsere Mentees so wenig wie möglich finanziell belasten. Die Beiträge unserer Mentees decken deshalb nur unsere Basiskosten ab. Andere Kosten werden über Kooperationen und Förderungen gedeckt.

Wir haben zwei Menteebeiträge, die nach erfolgreichem Matching zahlen sind: Studentinnen zahlen einen Jahresbeitrag von 486€ (inkl. MwSt.) Absolventinnen & Young Professionals zahlen einen Jahresbeitrag von 708€ (inkl. MwSt.).

Mentees, die sich die Beiträge nicht leisten können, bieten wir 2 Wege der Unterstützung an: 
1) einen Discount von 20% für Studentinnen, die Bafög beziehen
2) einen Discount von 20% für Young Professionals, deren monatliches Bruttobezüge unter 1593€ liegen.

Bekomme ich von MentorMe ein Teilnahme-Zertifikat?
Ja! Du bekommst von uns zum Programmende bzw. individuell nach Absprache ein Teilnahme-Zertifikat über deine Mentorenschaft.