MHP und MentorMe verbindet eine Partnerschaft mit einem gemeinsamen Anliegen: Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen und ihnen Zugang zu Austausch, Orientierung und neuen Perspektiven zu ermöglichen. Als Management- und IT-Beratung bewegt sich MHP in einem Umfeld, das von technologischem Wandel und neuen Anforderungen an Fach- und Führungskräfte geprägt ist. MentorMe schafft mit seinem Mentoring- und Community-Angebot Räume, in denen Menschen voneinander lernen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig stärken können.

Eine wichtige Rolle spielt dabei unsere IT-&-Tech-Community, die von unseren Community Leads Janine Boldt und Bronislava V. Panchenko gestaltet wird. Beide kennen MentorMe selbst aus der Perspektive der Mentee und engagieren sich heute ehrenamtlich dafür, Menschen aus der Branche miteinander zu vernetzen und den Austausch innerhalb der Community zu fördern.

Wir haben mit ihnen darüber gesprochen, was sie persönlich mit MentorMe verbindet, was sie aus ihrem Mentoring mitgenommen haben und warum sie sich heute selbst ehrenamtlich engagieren.

„Beruflich habe ich vor allem mitgenommen, dass ich mir Dinge zutrauen darf, die andere schon längst in mir sehen. Oft haben mir Menschen gesagt, dass etwas gar nicht so abwegig ist, während ich selbst eher auf die Bremse getreten bin.“

Stellt euch unserer Community doch kurz vor: Wer seid ihr und was macht ihr beruflich?

Janine: Ich bin Janine Boldt, KI-Beraterin für kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum und Architektin für Mensch-KI-Arbeitsmodelle. Ich bin Ingenieurin, habe an der Technischen Universität Hamburg studiert und komme ursprünglich aus der Enterprise Architecture. Ich war erst Solution Architect, dann Enterprise Architect, und habe irgendwann gemerkt: Die Lösung, die ich suche, muss ich wohl selbst bauen. Heute führe ich Boldt Consulting gemeinsam mit meinem Mann David Boldt. Wir begleiten deutsche Unternehmen dabei, KI so in ihre Arbeit einzubauen, dass Menschen und KI wirklich gut zusammenarbeiten. Ich lebe mit meiner Familie in Málaga.

Wie seid ihr ursprünglich auf MentorMe aufmerksam geworden und was hat euch jeweils dazu bewegt, euch als Mentees anzumelden?

Janine: Auf MentorMe bin ich aufmerksam geworden, als ich selbst in einer Orientierungsphase war. Ich hatte gerade für mich entschieden, dass ich mich selbstständig machen möchte, und gleichzeitig hatte sich auch familiär einiges verändert. Es war also wieder eine Umbruchphase, und mir war nicht klar, welchen Schritt ich zuerst gehen soll, möchte oder darf. Ich habe eine Mentorin gesucht, mit der ich mich austauschen kann, und hatte eine ganz tolle Mentorin, Sandra Schwerk, die mich durch diese Phase begleitet hat. Sie hat mir geholfen, meine Gedanken zu strukturieren und in Klarheit zu kommen. Dafür bin ich ihr bis heute sehr dankbar. Ich bin generell ein großer Fan von Mentoring und hatte auch vor MentorMe schon Erfahrungen mit anderen Programmen. Diese strukturierte Begleitung, beruflich wie privat, fand ich immer wertvoll: ein Sparring, bei dem ich Dinge aus anderen Lebensphasen und Lebensrealitäten heraus betrachten kann.

Was habt ihr aus eurem Mentoring für euch persönlich und beruflich mitgenommen?

Janine: Beruflich habe ich vor allem mitgenommen, dass ich mir Dinge zutrauen darf, die andere schon längst in mir sehen. Oft haben mir Menschen gesagt, dass etwas gar nicht so abwegig ist, während ich selbst eher auf die Bremse getreten bin. Beim Thema Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass eine Gründung ein Prozess ist. Sie muss nicht über Nacht entschieden werden, sie darf sich entwickeln. Genau so war es bei mir: Ich bin zuerst solo-selbstständig gestartet und dann den nächsten Schritt gegangen, in die Gründung von Boldt Consulting. Privat nehme ich mit, dass ich für mich ein System gefunden habe, das beruflich wie privat funktioniert, für uns als Familie und für mich selbst. Da spielen natürlich auch viele andere Dinge hinein. Aber das Mentoring und der strukturierte Austausch haben mir geholfen, Antworten auf einige große Fragen zu finden: Wo stehe ich eigentlich gerade? Was sind mögliche nächste Schritte? Kann ich mir das überhaupt zutrauen? Und geht das mit Familie, sich selbstständig zu machen?

Gab es eine Erkenntnis oder einen Moment aus eurem Mentoring, der euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

Janine: Am Anfang habe ich nach einer Person gesucht, die mir Antworten auf meine Fragen gibt. Irgendwann habe ich gemerkt: Die Antworten liegen in mir. Das Mentoring darf mir helfen, sie zu finden, und mir Impulse geben, damit ich selbst aktiv werde und in meine Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit gehe. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass Mentoring auch eine Form von Zusammenhalt und Netzwerk ist. Es gibt Menschen, die ein echtes Interesse daran haben, dass ich mich beruflich weiterentwickle. Und es ist okay, sich mit anderen über die eigenen Unsicherheiten auszutauschen. Das ist ein ganz normales Gefühl. Im beruflichen Kontext offen über solche Unsicherheiten zu sprechen, war für mich eine neue Erfahrung, und sie hat mir geholfen, wieder mehr in Kontakt mit mir selbst zu kommen. Mentoring ist dabei keine Einbahnstraße. Es lebt von Gegenseitigkeit, und auch als Mentorin nimmt man selbst etwas mit. Deshalb stehe ich inzwischen selbst als Mentorin zur Verfügung. Dieser Gedanke ist mir bis heute geblieben: Nicht „Du gibst mir die Antwort“, sondern „Du hilfst mir, die Antwort in mir zu finden“.

Ihr seid heute Community Leads für IT & Tech. Was bedeutet diese Rolle für euch persönlich?

Janine: Für mich bedeutet die Rolle vor allem, Menschen zu ermutigen und zu befähigen, IT- und Tech-Themen aus einer ganz anderen Perspektive zu begegnen. Als Ingenieurin ist es für mich essenziell, mehr Frauen für Technik und IT zu begeistern. Meine Erfahrung ist, dass sich viele einfach unterschätzen. Gerade beim Thema künstliche Intelligenz werden gerade Kompetenzen extrem wichtig, die gar nicht neu sind. Sie sind längst vorhanden, aber viele sehen noch nicht, wie wesentlich sie für die KI-Transformation sind. Das möchte ich sichtbar machen. Man muss keine Programmiererin sein, um in der IT zu arbeiten. IT funktioniert sehr gut aus Schnittstellenfunktionen heraus, und die KI-Transformation ist vor allem ein Kommunikationsthema. Nur wenn wir gemeinsam verstehen, wie wir uns in dieser Phase verständigen, können wir KI in Unternehmen so umsetzen, dass sie nachhaltig tragfähig ist. Mir ist wichtig, Blockaden und Ängste abzubauen und zu zeigen: Hier kann über alles gesprochen werden, jede Frage ist willkommen. Lasst uns vernetzen und gemeinsam in diese Zeit mit künstlicher Intelligenz starten. Gerade jetzt ist es wichtig, dass alle daran teilhaben und gesehen und gehört werden. Über die Community möchte ich noch mehr Menschen zeigen, dass sie die Kompetenzen dafür längst mitbringen.

Was macht die IT-&-Tech-Community bei MentorMe für euch besonders?

Janine: Besonders ist für mich, wie unterschiedlich die Community ist. Die Menschen stehen an ganz verschiedenen Punkten ihrer Karriere und bringen sehr unterschiedliche fachliche Hintergründe mit. Dadurch entstehen tolle Gespräche und immer wieder neue Impulse. Wir treffen uns einmal im Monat bei unseren Community Events, und zusätzlich tauschen wir uns in einer LinkedIn-Gruppe aus. Und ich schätze die Zusammenarbeit mit Bronislava sehr. Wir besprechen uns mehrmals im Monat online und schon in der Vorbereitung passiert für mich ganz viel, weil ich Themen durch sie nochmal ganz anders betrachte. So bekomme ich andere Perspektiven, sowohl in unserer gemeinsamen Community-Arbeit als auch in den Events selbst. Für mich ist das alles noch ganz frisch. Beim IT-Austausch war ich vorher schon als Teilnehmerin dabei, seit August 2026 bin ich Community Lead und organisiere die Events mit. Im Vorfeld hat sich bei mir schon super viel bewegt, und ich freue mich auf den Austausch in der Community und auf alle weiteren Events, die wir zusammen gestalten.

Gerade in IT & Tech verändern sich Technologien, Rollen und Anforderungen schnell. Welche Themen beschäftigen die Menschen in eurer Community aktuell besonders?

Janine: Genau das finde ich selbst gerade besonders spannend, und ich bin neugierig, welche Impulse ich aus den ersten Treffen mitnehme. Was ich schon sagen kann: Bronislava und ich nehmen uns für unsere Events vor, Themen wie zum Beispiel Compliance aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu zeigen. Wir gehen solche Themen nämlich durchaus unterschiedlich an, und genau da entstehen spannende Schnittstellen. Welche Fragen und Bedürfnisse die Community gerade am meisten bewegen, möchte ich aber gar nicht vorwegnehmen. Das soll aus der Community kommen, nicht aus meiner Einschätzung. Ich gehe mit großer Offenheit in die Treffen. Weil ich mich beruflich mit Mensch-KI-Arbeitsmodellen beschäftige, bin ich besonders gespannt, welche Fragestellungen dazu aus der Community kommen. Darauf freue ich mich sehr.

Was können Austausch und Vernetzung innerhalb einer Community leisten, was im beruflichen Alltag manchmal zu kurz kommt?

Janine: Community gibt mir Raum für Gespräche, die im beruflichen Alltag oft keinen Platz haben. Dort spreche ich mit Menschen, mit denen ich nicht direkt zusammenarbeite. Mit ihnen kann ich offen über Ziele, Karrierepläne und meinen nächsten Schritt sprechen, und ich kann gezielt Menschen finden, die einen ähnlichen Weg schon gegangen sind. Das Besondere ist der gemeinsame Nenner: Alle sind da, weil sie sich vernetzen und gegenseitig unterstützen wollen. Sonst würde niemand Zeit in eine Community investieren. Für mich heißt das: Ich bin aktiv, ich bin ansprechbar, sprich mich gerne an, wenn du denkst, ich kann dir helfen. Das ist ein großer Schatz. Gleichzeitig gehört dazu, selbst aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Genau dadurch ist es ein toller Raum, um zu wachsen und zu lernen. Auch Vernetzung fühlt sich anders an, wenn Werte schon ein Stück weit übereinstimmen. Mein Netzwerk wächst dann mit einer ganz anderen Energie. Und ich nehme mir bewusst Zeit dafür, mit einem festen Zeitfenster. Im Berufsalltag ist diese Zeit oft nicht da, je nach Unternehmenskultur gibt es dafür schlicht keinen Raum. Dazu kommt: Manchmal braucht es einfach Impulse von außerhalb der eigenen Blase. Das gilt übrigens auch für Netzwerke: Keine Architektur ist auch eine Architektur. Sie ist nur keine bewusste.

Ihr engagiert euch ehrenamtlich bei MentorMe. Was motiviert euch, dafür zusätzlich Zeit und Energie aufzubringen?

Janine: Mich motivieren vor allem zwei Dinge. Erstens geht es bei MentorMe nicht nur um Technik, sondern auch um Persönlichkeitsentwicklung. Die IT-&-Tech-Community ist weder eine reine Tech-Community noch eine reine Community für Persönlichkeitsentwicklung, sondern eine Mischform. Genau diese Schnittstelle finde ich essenziell, gerade jetzt, wo wir uns auf die KI-Transformation und generell auf neue Technologien einstellen. Wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der wir Schubladen aufmachen und sagen: Das ist ein IT-Thema, und das ist ein Persönlichkeitsthema. Beides geht Hand in Hand, und dass MentorMe das so umsetzt, begeistert mich. Zweitens möchte ich meinen eigenen Werdegang sichtbar machen. Ich war selbst an dem Punkt, an dem ich vieles nicht für machbar gehalten habe. Dann habe ich gemerkt: Wenn ich es schaffe, mir ein System aufzubauen, das funktioniert, ist vieles möglich, was ich mir vorher nicht vorstellen konnte. Das möchte ich weitertragen, anderen Impulse geben und als Sparringspartnerin da sein, wenn sie das möchten. Und ich bekomme dabei selbst immer wieder neue Impulse zurück.

Was habt ihr durch euer Engagement selbst gelernt oder vielleicht auch über euch entdeckt?

Janine: Gerade lerne ich ganz aktiv, wie Community-Management online funktioniert, zum Beispiel über LinkedIn. Das finde ich total spannend, weil digitale Gruppen und Communitys in unserer vernetzten Welt längst selbstverständlich sind. Mich interessiert vor allem, wie ich dazu beitragen kann, dass dort aktiver Austausch und ein wertschätzendes Miteinander entstehen. Also, dass sich Menschen trauen, auch in eine große Gruppe etwas zu schreiben. Über mich selbst habe ich etwas entdeckt, und zwar ausgerechnet durch dieses Interview. Beim Beantworten der Fragen ist mir klar geworden, welch große Rolle Mentoring in meinem Leben gespielt hat und immer noch spielt. Bewusst war mir das schon, aber nicht in dieser Deutlichkeit. Rückblickend auf meine verschiedenen Stationen zu schauen, aus der Perspektive von Mentoring und MentorMe, hat mir geholfen, das ganz neu einzuordnen. Es hat mich darin bestärkt, dass Austausch und Community eine Essenz meiner Herangehensweise sind. Ich muss mich dafür nicht verbiegen, weil ich einfach gerne mit Menschen in Kontakt bin und mich austausche. Dinge, die ich bisher intuitiv gemacht habe, jetzt einmal auszuformulieren, macht mir gerade große Freude.

Mentoring lebt vom Austausch und davon, dass Menschen ihre Erfahrungen und Wissen miteinander teilen. Was bedeutet dieser Gedanke für euch persönlich?

Janine: Wissen zu teilen finde ich wichtig, und für mich gibt es dabei zwei Arten von Wissen. Die eine ist Erfahrungswissen: die Lernmomente, die ich selbst in meinem Leben hatte. Wenn ich davon erzähle und andere Menschen in ähnlichen Situationen daraus eigene Schlüsse ziehen, ihre Lage neu bewerten oder neue Handlungsmöglichkeiten sehen, dann sind wir in einem gemeinschaftlichen Lernmoment. Davon profitieren alle. Die andere ist Wissen im klassischen Sinne, also Fakten, Vorgehensweisen und technische Zusammenhänge. Mir ist wichtig, das, was ich selbst verstanden habe, so zu erklären, dass es für alle verständlich ist, in ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten. Gerade bei KI geht es auch darum, was sie für verschiedene Lebensbereiche bedeutet. Mit meinem Projekt Bytes & Babys beleuchte ich zum Beispiel, was KI im Familienalltag bedeutet und worauf ich als Ingenieurin und KI-Beraterin dabei selbst achte. Ich sehe das als eine Verantwortung, die wir alle haben. Rund um künstliche Intelligenz herrscht gerade noch viel Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Learnings teilen, und dazu gehören auch Fehler. Es ist okay, Dinge auszuprobieren, die nicht auf Anhieb funktionieren. Wenn wir offen darüber sprechen, lernen wir gemeinsam und können zusammen entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen. Für mich hat das viel mit Teilhabe zu tun: Themen, die am Anfang weit weg oder komplex wirken, so weiterzugeben, dass jede und jeder sie für sich einordnen kann.

Was würdet ihr jemandem sagen, der in der IT-&-Tech-Branche arbeitet und überlegt, Teil der MentorMe Community zu werden?

Janine: Komm vorbei und join the Club! Du brauchst keine Qualifikationsnachweise, nur Interesse. Ich bin neugierig auf deine Themen und deine Perspektive und freue mich, wenn du dabei bist. Wenn du erst einmal persönlich sprechen möchtest, schreib mir gern auf LinkedIn. Also: Keine Scheu, let’s go!

Vielen Dank für eure Zeit und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten und Teams aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. Du bist Mentee oder Mentor*in bei MentorMe Germany und möchtest auch an dieser Reihe mit deinem Match teilnehmen, dann komm gern auf uns zu!

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