„Als Mentee darf man wieder einen Schritt zurücktreten und sich fragen:
Was will ich eigentlich wirklich? Was ist mir wichtig? Und was davon lebe ich schon?

 

Mareike Lehmann, Expertin für Kommunikation & Konfliktklärung, ist seit vielen Jahren ein prägender Teil von MentorMe – engagiert, erfahren und immer neugierig auf Entwicklung. Als Mentorin begleitet sie andere Frauen, gleichzeitig bleibt sie als Mentee selbst immer offen für neue Perspektiven. Mit Formaten wie der kollegialen Fallberatung oder Workshops zur systemischen Fragetechnik bereichert sie die Community auch als Speakerin auf vielfältige Weise.

Liebe Mareike, warum hast du dich dazu entschieden, Teil von MentorMe zu sein?

Ich glaube sehr daran, dass Entwicklung selten allein passiert. In meiner Arbeit als Coachin, Trainerin und Mediatorin sehe ich täglich, wie viel Klarheit entsteht, wenn Menschen anfangen, ihre Gedanken laut auszusprechen und neue Perspektiven zuzulassen. MentorMe schafft genau diesen Raum. Frauen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen kommen zusammen und unterstützen sich gegenseitig in beruflichen und persönlichen Entwicklungsprozessen. Mich hat von Anfang an begeistert, dass hier nicht nur Wissen weitergegeben wird, sondern echte Begegnung entsteht. Und dass es ein Netzwerk ist, in dem Frauen einander stärken, statt sich zu vergleichen.

Was hat sich für dich verändert, seitdem du selbst Mentee bist?

Als Coachin begleite ich viele Menschen bei beruflichen Entscheidungen, Konflikten oder Führungsfragen. Mentee zu sein erinnert mich daran, wie wichtig es ist, selbst immer wieder in eine Lernrolle zu gehen. Man wird langsamer.
Man hört genauer hin. Und man merkt, wie gut es tut, wenn jemand einen Raum hält, in dem man laut denken darf. Für mich ist das eine wichtige Form von professioneller Reflexion. Wer andere begleitet, sollte auch selbst begleitet werden.

Was macht für dich eine gute Mentoring Beziehung aus?

Vertrauen und echte Neugier. Vertrauen, weil Menschen nur dann offen über ihre Fragen sprechen, wenn sie sich sicher fühlen. Und Neugier, weil Mentoring kein Ratschlagformat ist. Die spannendsten Gespräche entstehen oft dort, wo niemand sofort eine Lösung hat. Sondern wo zwei Menschen gemeinsam anfangen zu sortieren, zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entwickeln. Genau dort entsteht Entwicklung.

Was waren deine drei größten Learnings aus den Mentoring Sessions?

Das erste Learning:
Die wirklich wichtigen Fragen sind selten die, mit denen man ins Gespräch startet.

Das zweite:
Klarheit entsteht nicht durch schnelle Antworten, sondern durch gute Gespräche.

Und das dritte:
Viele Frauen unterschätzen ihre Wirkung und ihre Kompetenz enorm. Wenn sich dieses Bild einmal verschiebt, verändert sich oft mehr, als sie selbst erwarten.

Was sind die größten Vorteile für dich, Mentee zu sein?

Der Perspektivwechsel. Im Alltag sind wir oft stark in unseren Rollen unterwegs. Als Führungskraft, Unternehmerin oder Expertin. Als Mentee darf man wieder einen Schritt zurücktreten und sich fragen:
Was will ich eigentlich wirklich? Was ist mir wichtig? Und was davon lebe ich schon? Dieser Raum für Reflexion ist unglaublich wertvoll.

Was sind die größten Vorteile für dich, Mentorin zu sein?

Ich lerne unglaublich viel. Mentoring ist keine Einbahnstraße. Jede Mentee bringt ihre eigene Perspektive, ihre Erfahrungen und ihre Fragen mit. Gerade diese Vielfalt finde ich spannend. Sie öffnet auch meinen eigenen Blick auf Themen wie Karriere, Führung und Zusammenarbeit.

Was war dein schönster Moment bei MentorMe?

Für mich sind es die Momente, in denen Frauen anfangen, sich gegenseitig zu unterstützen. Wenn aus einem Netzwerk plötzlich Verbundenheit entsteht. Wenn jemand merkt, dass sie man mit den eigenen Fragen nicht allein ist. Und wenn Frauen beginnen, sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Das sind oft kleine Momente, aber sie haben große Wirkung.

Welchen Tipp gibst du Frauen, die überlegen als Mentee bei MentorMe einzusteigen?

Bringt eure echten Fragen mit. Mentoring funktioniert am besten, wenn man nicht versucht, besonders souverän oder besonders erfolgreich zu wirken. Die spannendsten Gespräche entstehen dort, wo man ehrlich sagt: Ich weiß gerade nicht weiter.

Welchen Tipp gibst du Mentees, die ganz neu bei MentorMe sind?

Nutzt die Community. MentorMe ist viel mehr als nur die Beziehung zwischen Mentorin und Mentee. Es ist ein Netzwerk voller kluger, mutiger Frauen. Wenn man sich darauf einlässt, entstehen oft Kontakte, Austausch und Unterstützung, die weit über das Programm hinausgehen.

Welchen Pro-Tipp gibst du Mentor*innen?

Stellt gute Fragen und haltet die Lösungen aus. Mentoring bedeutet nicht, Antworten zu liefern. Es bedeutet, Denkprozesse zu öffnen. Manchmal reicht eine einzige gute Frage, um etwas in Bewegung zu bringen. Und genau darin liegt die Kraft von Mentoring.

Vielen Dank für deine Zeit und deine Offenheit, liebe Mareike!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten und Teams aus der MentorMe Community findest du auf unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. Du bist Mentee oder Mentor*in bei MentorMe Germany und möchtest auch an dieser Reihe mit deinem Match teilnehmen? Dann komm gerne auf uns zu!

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