Dieser Beitrag von Katja Kleiber ist Karin, Sophie und Regine gewidmet.

Ich habe 2015 meinen Abschluss in Kunstgeschichte gemacht und alle Warnungen diesbezüglich gehört, dies sei de facto eine brotlose Kunst. So habe ich mich damals – bedingt durch eine Werkstudentenstelle bei einer Interessenvertretung – dazu entschieden, beruflich den Quereinstieg zu wagen. Sprich, nach dem Studium noch einmal von vorne anzufangen.

Im Herbst startete nicht nur meine berufliche Laufbahn als Referentin bei einer NGO. Zur selben Zeit erblickte auch MentorMe das Licht der Welt. Ich wurde damals mit Karin Heinzl, Gründerin von MentorMe, gematcht und sie begleitete mich durch die Hürden des Quereinstiegs, die Ups and Downs im Büroalltag und die neuen Herausforderungen.

Nach circa einem Jahr als Referentin – und inzwischen schon bei einer anderen NGO tätig – wurde mir bewusst, welchen enormen Wert die regelmäßigen Gespräche und das Feedback mit meiner ersten Mentorin Karin hatten. Ich wollte aber noch weiter wachsen, an mir arbeiten und vor allem beruflich vorankommen! Die Lust, eigene Projekte umzusetzen, Führungsverantwortung zu übernehmen sowie mein berufliches Netzwerk noch stärker auszubauen, haben mich dazu bewogen, mein zweites Mentoring-Programm anzugehen.

So bewarb ich mich bei dem Mentoring-Programm der Soroptimistinnen/SI LEaR e.V. Ich bestand die Auswahlgespräche im Assessment-Center und wurde bei einem feierlichen Auftakt im wunderschönen Klosterhotel Haydau in Nordhessen mit meiner neuen Mentorin Sophie gematcht. Sophie teilte meine Leidenschaft fürs Netzwerken und half mir, meine nächsten beruflichen Zielfindung zu formulieren: Wo will ich hin? Warum will ich da hin? Mit wem will ich da hin? Und wer kann mir dabei helfen? Ich lernte in jenen inspirierenden Gesprächen wahnsinnig viel über Konflikt- und Selbstmanagement und wie ich den sprichwörtlichen roten Faden in meinem vermeintlich „bunten“ Lebenslauf hineinweben konnte.

Durch all diese wunderbare Unterstützung schaffte ich es als Trainee in das Quereinstiegsprogramm der Bundesagentur für Arbeit. Mein bis dato größer Schritt auf der Karriereleiter! Dieses Traineeprogramm beinhaltete neben vielen fabelhaften Seminaren auch ein Mentoring. Und so rief mich Ende 2017 das Sekretariat meiner dritten Mentorin Regine an. Sie habe sich für mich als Mentee entschieden, weil ich einen ungewöhnlichen, bunten Lebenslauf hatte. Regine begleitete mich auf dem Weg zur Führungskraft, schulte meine Fähigkeit zur Selbstreflexion auf ein neues Höchstmaß und gab mir eine der wichtigsten Fragen für mich als Mensch mit auf den Weg: „Was tut Dir gut?“

Ich bin Karin, Sophie und Regine für all ihre Zeit, Geduld und Tipps so unendlich dankbar! Zum einen wäre ich beruflich jetzt wahrscheinlich ganz woanders – wo ich definitiv nicht würde sein wollen. Zum anderen bin ich dank der vielen Gespräche als Mensch gereift. Diese wunderbaren Erfahrungen habe ich nicht alleine erlebt, sondern weil ich bewusst Unterstützung und neue Vorbilder gesucht habe, die mich inspirieren und den Kontakt zu ihnen gesucht habe.

Daher teile ich mit dir hier meine 7 Gründe, warum sich ein Mentoring-Programm lohnt:

  • Du findest Vorbilder, die andere & neue Wege gegangen sind
  • Du findest Unterstützung, gerade als Bildungsaufsteiger*in
  • Du findest den Mut, im Berufsleben, mehr zu fordern
  • Du lernst dich selbst besser kennen
  • Du lernst so tolle Menschen kennen
  • Du erklimmst die Karriereleiter nicht alleine
  • Du erhältst einen Außenblick, der neue Perspektiven aufzeigt
  • Mein geheimer 8. Grund: es macht einfach Spaß! 😊
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