Meet the Mentor

Meet the Mentor

„Als Mentee darf man wieder einen Schritt zurücktreten und sich fragen:
Was will ich eigentlich wirklich? Was ist mir wichtig? Und was davon lebe ich schon?

 

Mareike Lehmann, Expertin für Kommunikation & Konfliktklärung, ist seit vielen Jahren ein prägender Teil von MentorMe – engagiert, erfahren und immer neugierig auf Entwicklung. Als Mentorin begleitet sie andere Frauen, gleichzeitig bleibt sie als Mentee selbst immer offen für neue Perspektiven. Mit Formaten wie der kollegialen Fallberatung oder Workshops zur systemischen Fragetechnik bereichert sie die Community auch als Speakerin auf vielfältige Weise.

Liebe Mareike, warum hast du dich dazu entschieden, Teil von MentorMe zu sein?

Ich glaube sehr daran, dass Entwicklung selten allein passiert. In meiner Arbeit als Coachin, Trainerin und Mediatorin sehe ich täglich, wie viel Klarheit entsteht, wenn Menschen anfangen, ihre Gedanken laut auszusprechen und neue Perspektiven zuzulassen. MentorMe schafft genau diesen Raum. Frauen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen kommen zusammen und unterstützen sich gegenseitig in beruflichen und persönlichen Entwicklungsprozessen. Mich hat von Anfang an begeistert, dass hier nicht nur Wissen weitergegeben wird, sondern echte Begegnung entsteht. Und dass es ein Netzwerk ist, in dem Frauen einander stärken, statt sich zu vergleichen.

Was hat sich für dich verändert, seitdem du selbst Mentee bist?

Als Coachin begleite ich viele Menschen bei beruflichen Entscheidungen, Konflikten oder Führungsfragen. Mentee zu sein erinnert mich daran, wie wichtig es ist, selbst immer wieder in eine Lernrolle zu gehen. Man wird langsamer.
Man hört genauer hin. Und man merkt, wie gut es tut, wenn jemand einen Raum hält, in dem man laut denken darf. Für mich ist das eine wichtige Form von professioneller Reflexion. Wer andere begleitet, sollte auch selbst begleitet werden.

Was macht für dich eine gute Mentoring Beziehung aus?

Vertrauen und echte Neugier. Vertrauen, weil Menschen nur dann offen über ihre Fragen sprechen, wenn sie sich sicher fühlen. Und Neugier, weil Mentoring kein Ratschlagformat ist. Die spannendsten Gespräche entstehen oft dort, wo niemand sofort eine Lösung hat. Sondern wo zwei Menschen gemeinsam anfangen zu sortieren, zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entwickeln. Genau dort entsteht Entwicklung.

Was waren deine drei größten Learnings aus den Mentoring Sessions?

Das erste Learning:
Die wirklich wichtigen Fragen sind selten die, mit denen man ins Gespräch startet.

Das zweite:
Klarheit entsteht nicht durch schnelle Antworten, sondern durch gute Gespräche.

Und das dritte:
Viele Frauen unterschätzen ihre Wirkung und ihre Kompetenz enorm. Wenn sich dieses Bild einmal verschiebt, verändert sich oft mehr, als sie selbst erwarten.

Was sind die größten Vorteile für dich, Mentee zu sein?

Der Perspektivwechsel. Im Alltag sind wir oft stark in unseren Rollen unterwegs. Als Führungskraft, Unternehmerin oder Expertin. Als Mentee darf man wieder einen Schritt zurücktreten und sich fragen:
Was will ich eigentlich wirklich? Was ist mir wichtig? Und was davon lebe ich schon? Dieser Raum für Reflexion ist unglaublich wertvoll.

Was sind die größten Vorteile für dich, Mentorin zu sein?

Ich lerne unglaublich viel. Mentoring ist keine Einbahnstraße. Jede Mentee bringt ihre eigene Perspektive, ihre Erfahrungen und ihre Fragen mit. Gerade diese Vielfalt finde ich spannend. Sie öffnet auch meinen eigenen Blick auf Themen wie Karriere, Führung und Zusammenarbeit.

Was war dein schönster Moment bei MentorMe?

Für mich sind es die Momente, in denen Frauen anfangen, sich gegenseitig zu unterstützen. Wenn aus einem Netzwerk plötzlich Verbundenheit entsteht. Wenn jemand merkt, dass sie man mit den eigenen Fragen nicht allein ist. Und wenn Frauen beginnen, sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Das sind oft kleine Momente, aber sie haben große Wirkung.

Welchen Tipp gibst du Frauen, die überlegen als Mentee bei MentorMe einzusteigen?

Bringt eure echten Fragen mit. Mentoring funktioniert am besten, wenn man nicht versucht, besonders souverän oder besonders erfolgreich zu wirken. Die spannendsten Gespräche entstehen dort, wo man ehrlich sagt: Ich weiß gerade nicht weiter.

Welchen Tipp gibst du Mentees, die ganz neu bei MentorMe sind?

Nutzt die Community. MentorMe ist viel mehr als nur die Beziehung zwischen Mentorin und Mentee. Es ist ein Netzwerk voller kluger, mutiger Frauen. Wenn man sich darauf einlässt, entstehen oft Kontakte, Austausch und Unterstützung, die weit über das Programm hinausgehen.

Welchen Pro-Tipp gibst du Mentor*innen?

Stellt gute Fragen und haltet die Lösungen aus. Mentoring bedeutet nicht, Antworten zu liefern. Es bedeutet, Denkprozesse zu öffnen. Manchmal reicht eine einzige gute Frage, um etwas in Bewegung zu bringen. Und genau darin liegt die Kraft von Mentoring.

Vielen Dank für deine Zeit und deine Offenheit, liebe Mareike!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten und Teams aus der MentorMe Community findest du auf unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. Du bist Mentee oder Mentor*in bei MentorMe Germany und möchtest auch an dieser Reihe mit deinem Match teilnehmen? Dann komm gerne auf uns zu!

Du möchtest auch Teil unserer Community werden? Das freut uns sehr! Hier kannst du dich als Mentee sowie als Mentor*in anmelden!

Transformation leben: Orphoz meets MentorMe

Transformation leben: Orphoz meets MentorMe

Seit 2022 verbindet MentorMe und Orphoz, a McKinsey Company eine starke Partnerschaft mit einem klaren Ziel: Talente sichtbar machen, Vielfalt fördern und neue Wege in die Beratungsbranche eröffnen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Austausch von Wissen, sondern auch die aktive Gestaltung von Karrierechancen für eine diverse nächste Generation von Führungskräften.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war die Teilnahme von Orphoz am digitalen Event „Let’s Network“ im März. Mit großem Engagement brachte sich das Team in den Austausch mit der Community ein. Paula Kloppstock übernahm dabei den Themenraum Leadership & Management und setzte mit ihrem inspirierenden Grußwort einen starken Impuls. Ihr Beitrag unterstrich, wie wichtig moderne Führung, Empowerment und Vielfalt in Transformationsprozessen sind.

„Es war super. Ich kann es mit nichts vergleichen. Es war so gut. Solche Formate hatte ich noch nie!(Feedback eines Mentees)

 

Sichtbarkeit schaffen, Vielfalt stärken

Die Partnerschaft verfolgt ein klares Ziel: Orphoz als Arbeitgeber sichtbarer zu machen und gezielt Talente anzusprechen, die die Zukunft von Unternehmen aktiv mitgestalten möchten. Besonders im Fokus steht dabei das Thema Diversity. Orphoz hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, darunter ein angestrebter Frauenanteil von 50 Prozent. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit mit MentorMe wider, wo Vielfalt, Chancengleichheit sowie die Förderung von Frauen zentrale Themen sind.

Orphoz ist überzeugt, dass nachhaltige Veränderung in Unternehmen nur dann gelingt, wenn Menschen aktiv eingebunden und befähigt werden. Mit einer klaren Methodik und einem gemeinsamen Ziel unterstützt das Team Organisationen dabei, komplexe Transformationen erfolgreich umzusetzen. Dabei erwartet Talente ein Arbeitsumfeld, das die Dynamik eines internationalen Start-ups mit fundierter Beratungsexpertise verbindet. Flache Hierarchien, Gestaltungsfreiheit und eine ausgeprägte Hands-on-Mentalität treffen auf tiefgehendes Branchenwissen und ein starkes Netzwerk.

Wissen teilen, Perspektiven eröffnen

Die Zusammenarbeit mit MentorMe geht weit über klassische Recruiting-Ansätze hinaus. Es entstehen Räume für Austausch, ehrliche Einblicke und persönliche Entwicklung. Events wie „Let’s Network“ zeigen, wie wertvoll es ist, wenn erfahrene Expert*innen ihr Wissen teilen und gleichzeitig neue Perspektiven gewinnen. Auch abseits der Events engagiert sich Orphoz aktiv für die Community: Regelmäßig werden Karrieremöglichkeiten geteilt und Talente erhalten Zugang zu konkreten Einstiegschancen. So entsteht eine Verbindung, die langfristig wirkt.

Die Partnerschaft zwischen MentorMe und Orphoz steht für mehr als Zusammenarbeit. Sie steht für eine gemeinsame Vision: eine Arbeitswelt, in der Vielfalt selbstverständlich ist und in der Talente unabhängig von ihrem Hintergrund die Möglichkeit haben, ihr Potenzial zu entfalten. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt!

Interessiert an einer Partnerschaft mit MentorMe? Hier gibt es alle Infos – oder direkt unsere Gründerin und Geschäftsführerin Karin Heinzl kontaktieren!

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zeb & MentorMe: Entwicklung neu gedacht

zeb & MentorMe: Entwicklung neu gedacht

zeb und MentorMe verbindet eine enge Partnerschaft mit einem klaren Ziel: Frauen gezielt auf ihrem beruflichen Weg zu fördern. Durch die Kombination aus Beratungsexpertise und Mentoring unterstützen wir Fach- und Führungskräfte dabei, ihr Potenzial zu entfalten, Netzwerke auszubauen und ihre Karriere aktiv zu gestalten.

Wie das konkret in der Praxis aussieht – von kontinuierlicher Weiterentwicklung über den Umgang mit Rückschlägen bis hin zur Bedeutung von Netzwerken und Sichtbarkeit – zeigt das Gespräch mit Senior Managerin Dr. Christina Block. Ihre Einblicke machen deutlich, welche Faktoren heute entscheidend sind, um Karrieren nachhaltig und selbstbestimmt zu gestalten.

Was sind die wichtigsten Schritte, die du unternommen hast, um deine Karriere voranzutreiben?

Für mich stand nie die klassische Karriere im Vordergrund, sondern kontinuierliche Entwicklung.

„Karrieren verlaufen nicht mehr linear – entscheidend ist, bewusst zu gestalten, was man erreichen möchte.“

Ich habe mich deshalb konsequent auf die Aspekte konzentriert, die Wirksamkeit erzeugen:

  • ein solides und vielseitiges Kompetenzprofil als Beraterin aufzubauen
  • Projekte strukturiert zu führen und Teams weiterzuentwickeln
  • Kund*innen gegenüber klar, verlässlich und lösungsorientiert aufzutreten

Diese Fokussierung hat es mir ermöglicht, Schritt für Schritt mehr Verantwortung zu übernehmen. Meine Erfahrung: Wer versucht, alles gleichzeitig zu erreichen, überfordert sich schnell. Wer dagegen priorisiert und Neues bewusst erlernt, entwickelt sich nachhaltig und damit automatisch in eine seniorere Rolle hinein.

Wie wichtig ist es, kontinuierlich neue Fähigkeiten zu erlernen, und wie gehst du dabei vor?

Beratung bedeutet, Kund*innen in Veränderungsprozessen zu begleiten, dies gelingt nur, wenn man selbst vor der Entwicklungskurve bleibt. Für mich ist kontinuierliches Lernen daher ein zentraler Bestandteil meines Rollenverständnisses.

In meinem Team reflektieren wir regelmäßig neue Trends, Technologien und Methoden und leiten daraus ab, was dies für unsere Arbeit sowie für unsere Kund*innen bedeutet. Dieser Prozess verlangt Zeit und Fokus, ist aber entscheidend, um relevant und wirksam zu bleiben.

Persönlich arbeite ich mit einem monatlichen Reflexionsrhythmus:

  • Was kann ich weglassen, um effizienter zu werden?
  • Welche neue Kompetenz, neues Tool oder Austauschformat könnte meinen Arbeitsmodus verbessern?

So entwickle ich mich kontinuierlich weiter – in kleinen, aber wirkungsvollen Schritten.

Wie gehst du mit Rückschlägen in deiner beruflichen Laufbahn um?

Rückschläge gehören für mich zu jeder Entwicklung. In der Beratung entstehen sie oft dann, wenn Projekte sich anders entwickeln als geplant oder Prioritäten sich verschieben. Ich gehe damit um, indem ich Situationen analytisch betrachte: Was ist passiert, welchen Anteil hatte ich, und was kann ich beim nächsten Mal anders machen? Für mich ist entscheidend, schnell wieder in die Handlungsfähigkeit zu kommen. Rückschläge geben Orientierung, wenn man bereit ist, sie als Daten und nicht als Misserfolg zu sehen.

Welche Rolle spielt Netzwerken für dich, und welche Tipps hast du für den Aufbau eines starken beruflichen Netzwerks?

Netzwerken ist für mich weniger eine „Strategie“, sondern ein langfristiger Beziehungsaufbau. Gerade als Frau in der Beratung ist Sichtbarkeit ein zentraler Erfolgsfaktor, weil Karrieren stark von informellen Informationsflüssen und vertrauensvollen Beziehungen abhängen. Ich pflege mein Netzwerk durch regelmäßigen Austausch, gemeinsame Reflexionen und aktive Unterstützung anderer Kolleg*innen. Mein Tipp: Netzwerken bedeutet Geben vor Nehmen. Wer anderen hilft, schafft Bindung, Relevanz und Vertrauen. Und: Netzwerke sollten divers sein, sowohl hinsichtlich Seniorität als auch Rollen und Perspektiven.

Was bedeutet für dich berufliche Gleichheit und wie kann diese erreicht werden?

Berufliche Gleichheit bedeutet für mich: gleiche Chancen, gleiche Entwicklungspfade und gleiche Bewertung von Leistung – unabhängig von Geschlecht, Lebenssituation oder Arbeitsmodell. Sie entsteht, wenn Unternehmen strukturelle Hürden abbauen, Transparenz schaffen und Führungskräfte aktiv Verantwortung übernehmen. Dazu gehören klare Kriterien für Karriereentscheidungen, flexible Arbeitsmodelle sowie eine Kultur, in der unterschiedliche Lebensrealitäten nicht zur Ausnahme, sondern zur Normalität gehören.

Wie können Frauen in der Wirtschaft besser unterstützt werden, um ihre Karrierezielen zu erreichen?

Frauen brauchen vor allem drei Dinge:

  • Sponsoren & Netzwerke, die aktiv Türen öffnen
  • Entwicklungswege, die zu ihren Lebensmodellen passen
  • eine Kultur, die Potenzial nicht an Präsenz koppelt

In der Beratung heißt das konkret: frühzeitig Verantwortung ermöglichen, klare Perspektiven bieten und sicherstellen, dass Frauen auch auf den relevanten Projektrollen sichtbar werden. Programme und Netzwerke sind dabei extrem unterstützend, entscheidend ist aber auch das Verhalten der Führungskräfte im Alltag.

Wie siehst du die Entwicklung von Vielfalt in der Führungsebene von Unternehmen in den nächsten Jahren?

Ich sehe eine klare Dynamik hin zu mehr Vielfalt – getrieben durch regulatorische Anforderungen, demografische Entwicklungen und die Erkenntnis, dass diverse Perspektiven die Qualität von Entscheidungen erhöhen. Gleichzeitig reicht es nicht, nur Quoten zu definieren. Vielfalt wird sich nur dann in Führungsetagen etablieren, wenn Unternehmen strukturelle Barrieren reduzieren: transparente Auswahlprozesse, Vereinbarkeit und eine Leistungskultur, die nicht nur auf Präsenz basiert.

Was tust du, um ein Umfeld der Inklusivität und Wertschätzung am Arbeitsplatz zu fördern?

Ich fördere Inklusivität über meine tägliche Führung: klare Kommunikation, psychologische Sicherheit und das aktive Einholen unterschiedlicher Perspektiven. Ich spreche Biases offen an – auch die eigenen – und gestalte Teams so, dass jede Person fachlich und persönlich sichtbar wird. Für mich bedeutet Inklusion, dass Menschen sich trauen, zu sagen, was sie wirklich denken, und dass Leistung nicht mit Lautstärke verwechselt wird.

Wie wichtig ist es, dass Frauen sichtbare Rollen in der Politik und Wirtschaft übernehmen?

Sehr wichtig. Sichtbarkeit verändert mentale Modelle und beeinflusst die Erwartungen junger Frauen an ihre eigenen Möglichkeiten. Wenn Frauen nur vereinzelt an der Spitze sichtbar sind, wird Erfolg als „Ausnahme“ wahrgenommen. Sichtbarkeit schafft Normalität und zeigt, dass Führungsrollen keine Frage des Geschlechts sind. Für Unternehmen ist das entscheidend, weil Talente sich an Vorbildern orientieren.

Welchen Einfluss hat dein persönlicher Werdegang auf deine Sichtweise zu Diversity und Gleichheit in Unternehmen?

Mein Weg in der Beratung hat mir gezeigt, wie sehr Karriereverläufe vom Zugang zu Informationen, vom Verhalten von Führungskräften und von strukturellen Rahmenbedingungen abhängen. Ich habe erlebt, wie wichtig Klarheit, Unterstützung und Sichtbarkeit sind – besonders für Frauen. Diese Erfahrungen prägen meine Haltung: Diversity ist kein „Nice-to-have“, sondern eine Voraussetzung für faire Chancen und eine nachhaltige Organisationsentwicklung.

Vielen Dank für deine Zeit und deine Offenheit, liebe Christina!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten und Teams aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. Du bist Mentee oder Mentor*in bei MentorMe Germany und möchtest auch an dieser Reihe mit deinem Match teilnehmen, dann komm gern auf uns zu!

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Inside Mentoring

Inside Mentoring

Die MENTEE-MENTOR-INTERVIEWS sind eine Reihe, in der Mentor*innen und Mentees von MentorMe ihre Erlebnisse, Learnings und Entwicklungsschritte von ihrer Mentoring-Reise teilen.

Warum seid ihr Mentee / Mentorin geworden?

Sabina Holz (Mentee): Nach Jahren als „Familien-Managerin“ und dem Aufbau meiner Selbstständigkeit war es Zeit für ein neues Kapitel. Ich suchte nach Gleichgesinnten – Frauen, die wissen, was  Automatisierungen, Blogartikel oder Keywords sind. Seit 2022 bin ich bei MentorMe und habe wundersamerweise immer die passende Mentorin zur jeweiligen Lebensphase gefunden. Aktuell liegt mein Fokus darauf, meine langjährige Erfahrung strategisch in eine neue Festanstellung zu übersetzen.

Lisa Ikinger (Mentorin): Mir gibt es sehr viel Energie mein Wissen und meine bisherigen Erfahrungen sowie Learnings, insbesondere im People & Culture Bereich, weiterzugeben und andere Frauen gezielt auf ihrem beruflichen Weg zu stärken, zu ermutigen sowie zu fördern. Außerdem finde ich es immer spannend neue Menschen kennenzulernen und meine eigenen Perspektiven zu erweitern.

Und warum habt ihr euch dabei für MentorMe entschieden?

Sabina (Mentee):Wegen der Kombination aus Struktur und Herz. Ich wollte kein theoretisches Coaching, sondern ein Netzwerk aus echten Macherinnen. Bei MentorMe habe ich genau das gefunden: Gleichgesinnte, die sich gegenseitig stützen, statt in Konkurrenz zu treten.

Lisa (Mentorin): MentorMe fördert gezielt Frauen im beruflichen Kontext und treibt damit aus meiner Sicht echte Chancengleichheit voran. Zudem ermöglicht die MentorMe Plattform einen einfachen und unkomplizierten Weg ins Mentoring-Prozess einzusteigen und ermöglicht durch einen strukturierten Matching-Prozess ein passgenaues sowie bedarfsorientiertes Mentoring auf Augenhöhe.

„Ich wollte kein theoretisches Coaching, sondern ein Netzwerk aus echten Macherinnen. Bei MentorMe habe ich genau das gefunden.“ 

Was waren eure 3 größten Learnings aus den Mentoring Sessions?

Sabina (Mentee):

  • Gemeinsam denkt es sich schneller: Mit meiner Mentorin Lisa habe ich erlebt, wie wertvoll es ist, wenn jemand das eigene Tempo teilt und Ideen sofort auf den Punkt bringt.
  • Der Wert der eigenen Erfahrung: Ich habe gelernt, gerade die Herausforderungen meiner Zeit als Selbstständige und Familienmanagerin als wertvolle Management-Expertise zu begreifen.
  • Struktur gibt Sicherheit: Durch den Fokus auf meine Werte und Bedürfnisse habe ich erkannt: Klarheit in den Abläufen ist die beste Basis, um auch in turbulenten Zeiten gelassen zu bleiben – beruflich wie privat.

Lisa (Mentorin):

  • Es ist wirklich spannend zu beobachten, wie viel Wirkung ehrliches Zuhören und gezielte Fragen haben können.
  • Mentoring ist immer ein gegenseitiger Lernprozess.
  • Bewusstsein erzeugen, wie wichtig Selbstreflexion und Perspektivenvielfalt in der persönlichen Entwicklung sowie eigenen Wirksamkeit sind.
Was hat sich für euch durch das Mentoring bei MentorMe verändert?

Sabina (Mentee): Meine Perspektive hat sich von 90 auf 360 Grad erweitert. Besonders wertvoll ist für mich der Austausch in der Community. Wenn ich das wöchentliche Coworking moderiere, spüre ich diesen ganz besonderen „MentorMe-Vibe“: ein wohlwollendes, motivierendes Miteinander, das einen trägt.

Lisa (Mentorin): In erster Linie habe ich für mich erkannt, wie viel Freude es mir bereitet, unterschiedliche Menschentypen zu beraten und in einen echten sowie tiefen Austausch einzusteigen. Es gibt mir sehr viel Energie gemeinsam mit dem Mentee an konkreten Fällen zu arbeiten, passende Lösungsansätze zu entwickeln und in die eigene Wirkungskraft zu verhelfen.

Was war euer schönster Moment bei MentorMe?

Sabina (Mentee): Der offene Austausch mit Nadine Henning, jede Moderation im Coworking und natürlich mein erstes Gespräch mit Lisa. Es war dieser „Klick-Moment“, wenn man merkt: Da versteht dich jemand ohne viele Erklärungen. Diese Energie nehme ich aus jeder Session mit in meinen Alltag.

Lisa (Mentorin): Zusammen zu lachen und „Aha-Momente“ zu erleben.

Was ist wichtig für ein erfolgreiches Mentoring?

Sabina (Mentee): Offenheit und die Bereitschaft, sich wirklich auf den Prozess einzulassen. Es hilft enorm, wenn man sich traut, auch die unbequemen Fragen zu stellen. Mentoring ist dann am besten, wenn es nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern echte Veränderungen anstößt.

Lisa (Mentorin): Ich denke, es ist auf jeden Fall wichtig sich mit Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung zu begegnen. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, Erfahrungen und Realität mit, dies gilt es zu respektieren. Hinzu kommt, dass ein regelmäßiger Austausch erfolgsentscheidend sein kann und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten.

Wem würdet ihr Mentoring und das Programm von MentorMe dringend empfehlen?

Sabina (Mentee): Allen Frauen, die an einer Schwelle stehen. Ganz egal, ob es um den Wiedereinstieg nach der Familienzeit oder eine berufliche Neuorientierung geht. Wer Gleichgesinnte sucht und bereit ist, die eigenen Stärken neu zu entdecken, ist hier genau richtig.

Lisa (Mentorin): Grundsätzlich allen Menschen, die sich ein starkes Netzwerk und ehrliche Unterstützung wünschen. Und klar: allen Frauen, die sich beruflich weiterentwickeln und neu orientierten möchten sowie mehr Selbstvertrauen und Klarheit gewinnen wollen.

Was wollt ihr anderen Frauen an dieser Stelle mit auf den Weg geben?

Sabina (Mentorin): Traut euch und glaubt an euch, ganz gleich in welcher beruflichen Lebensphase ihr seid. Werdet euch eurer Talente und Potenziale bewusst. Durch das Mentoren-Tandem lassen sich machbare und zu euch passende Wege finden, abgesehen von der eigenen Aufrichtung und dem „Empowerment“, die durch ein euch wertschätzendes, prozessorientiertes Coaching oder motivierendes Mentoring möglich werden.

Lisa (Mentorin):

  • Trau dich, deinen Weg zu gehen – du bist gut genug.
  • Hol dir Unterstützung und vernetze dich mit anderen Frauen.
  • Deine Stimme und deine Ziele sind wichtig – steh für sie ein. 💪✨

Vielen Dank für eure Zeit und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten und Teams aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. Du bist Mentee oder Mentor*in bei MentorMe Germany und möchtest auch an dieser Reihe mit deinem Match teilnehmen, dann komm gern auf uns zu!

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Aus unserer Community

Aus unserer Community

Was tun, wenn ein*e Mentee plötzlich mit ganz persönlichen Themen kommt? In diesem Beitrag geht es um den fließenden Übergang zwischen Mentoring und Coaching. In unserem Interview mit unserer Mentorin Mona erfährst du, wie du als Mentor*in souverän damit umgehen kannst. Coaching meets Mentoring!

Was tut man als Mentor*in, wenn plötzlich ganz andere Fragen auftauchen?

„Ich wollte ihr nur erzählen, wie ich meine erste Gehaltsverhandlung geschafft habe – und plötzlich sprach sie über Mobbing in der Schule.“ Mentoring-Gespräche verlaufen nicht immer nach Plan. Und manchmal ist genau das der Moment, in dem es richtig spannend wird.

Mona, du bist Mentorin bei MentorMe, aber auch Coach mit langjähriger Erfahrung? Was tust du, wenn Coachingthemen im Mentoring auftauchen?

Selbstzweifel, Unsicherheiten, innere Blockaden? Abblocken, durchziehen oder Raum geben? Coaching-Themen im Mentoring sind völlig in Ordnung – solange wir erkennen, was da gerade passiert, und bewusst damit umgehen.

Mentoring oder Coaching: Worin liegt der Unterschied?

Ein kleiner Kompass für die Rollen: Mentoring heißt: Wissen, Erfahrungen und Netzwerke weitergeben oft entlang eines konkreten beruflichen Wegs. Coaching dagegen regt zur Selbstreflexion an, unterstützt bei Entscheidungsprozessen und hilft, eigene Ressourcen zu aktivieren, ohne direkte Lösungsvorgaben. Beides ist wichtig und wertvoll. Doch im Mentoring hilft es, den Unterschied klar zu haben: für sich selbst, für das Gegenüber, für den Prozess. Coaching meets Mentoring? Ja – mit Plan! Eine gewisse Vermischung ist ganz normal und oft auch hilfreich. Im natürlichen Gesprächsfluss wechselt oft automatisch die beratende zu einer offen klärenden Perspektive und zurück. Doch wenn die Rollen, besonders bei emotionalen und komplexen Themen, nicht klar sind, kann es zu Überforderung, Missverständnissen oder enttäuschten Erwartungen kommen.

Und was mache ich als Mentor*in jetzt damit?

  1. Coaching „labeln“ Wenn sich ein Coachingthema zeigt: Nenn es auch so! Mach das Gespräch bewusst zur Coaching Session mit klarer Absprache und ggf. einem neuen Rahmen. Mach die Rollen transparent und stelle deine Angebote zur Verfügung: Ihr könnt diese Entscheidung gemeinsam treffen. Als Mentorin könntest du sagen: „Ich erzähle dir gern, wie es mir in einer ähnlichen Situation ging, was ich entschieden habe, was ich bereut habe und was mir geholfen hat. Lass uns gemeinsam schauen, was zu dir passt.“ Als Coach hingegen: „Lass uns gemeinsam entdecken, was hinter deinen Gedanken steckt, was dich stärkt, was dich hemmt und wie du deine Ressourcen gezielter einsetzen kannst. Ich begleite dich, deinen eigenen Weg zu finden.“ So entsteht Klarheit und Kommunikation findet auf Augenhöhe statt – ein sicherer Raum für Lernen und Entwicklung.
  2. Erwartungen offen ansprechen Je klarer das gemeinsame Ziel, desto stärker die Verbindung. Schon zu Beginn des Mentorings kannst du fragen: „Was wünschst du dir von unserer Zusammenarbeit? Geht’s dir eher um fachlichen Input, Entscheidungshilfe oder regelmäßigen Austausch?“ „Wie häufig möchtest du dich austauschen – spontan oder lieber mit festen Terminen?“ Und auch deine Perspektive darf Raum bekommen: „Mir ist wichtig, dass wir uns gegenseitig Feedback geben, wenn sich etwas nicht stimmig anfühlt, sprechen wir’s an.“ Wenn sich im Laufe der Gespräche Themen verschieben, sag es: „Ich habe das Gefühl, wir sind bei einem Thema gelandet, das tiefer geht. Möchtest du, dass wir das gemeinsam anschauen?“ Transparenz schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist der beste Dünger für Entwicklung.
  3. Eigene Grenzen erkennen und wahren: Mentoring heißt nicht, alles lösen zu müssen. Manchmal ist der stärkste Beitrag: „Ich höre, wie sehr dich dieses Thema beschäftigt und ich glaube, hier wäre professionelle Begleitung hilfreich. Nicht, weil du was falsch machst, sondern weil es hilfreich ist, mit jemandem tiefer einzusteigen, der genau für solche Themen da ist. Ich bin dafür nicht ausgebildet und würde dir daher gern eine professionelle Ansprechpartnerin empfehlen.“ Grenzen zu setzen ist keine Schranke, sondern ein schützender Rahmen für deine eigenen Ressourcen und Raum für die Unterstützung, die am besten hilft.

Fazit aus der Mentor*innen-Community: Ein Gespräch ist selten „nur“ Mentoring oder „nur“ Coaching, oft ist es ein lebendiger Tanz dazwischen. Was zählt, ist Bewusstsein, Klarheit und der Mut, Rollen zu benennen – gerade, wenn’s emotional wird.

Wie erlebst du solche Gespräche im Mentoring? Hast du schon mal Coaching-Themen aufkommen sehen und wie bist du damit umgegangen? Schreib’s gern in die Mentor*innen-Community oder teile deine Perspektive beim nächsten Community-Austausch!

Vielen Dank für deine Zeit und deine Offenheit, liebe Mona!

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Aus unserer Community

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Die Vorstellung, was Karriere eigentlich ist, ist ja ganz individuell, kann sich beliebig wandeln – noch dazu wenn man aus einem Familienbetrieb stammt wie unsere Interviewpartnerin Dr. Johanna Dahm, MentorMe-Mentorin, Unternehmerin, Beraterin und Entscheidungsexpertin und LinkedIn-Trainerin. Mit ihr sprechen wir über die verschiedenen Bedeutungen von Karriere und Mentoring als Strategie, die eigene Definition der Karrierefindung und einer Methode, diese dann auch zu verfolgen. 

Im Gespräch ist uns aufgefallen, dass wir zwar alle von einem gemeinsamen Verständnis des Karrierebegriffs und damit derselben Bedeutung von Karriere ausgehen. Johanna zeigt uns an ihrer eigenen Vita, dass sie bereits der Karrierevorstellung ihrer Eltern gar nicht entsprach. Die daraus folgenden Entscheidungen brachten nicht nur viele Turbulenzen mit sich, sondern auch die Notwendigkeit, sich außerhalb der Familie ganz neue Ansprechpartner und Förderer zu suchen. Rückblickend würde Johanna diese durchaus als Mentor*innen bezeichnen, denn sie haben ihr dabei geholfen, die richtigen Fragen zu stellen, Möglichkeiten und Richtungen für sich selbst auszuloten und sich dynamische Ziele zu setzen, für die sie sich eben außerhalb der Familie neue Vorbilder suchen musste.

Warum sind dir Entscheidungen wichtiger als Karriere, und warum plädierst du sogar für „dynamische Ziele“?

Ich stamme aus einem strengen Elternhaus, das die beruflichen Ziele und damit die Karrierewege vorgab: Meine Eltern hatten den Medizinbetrieb des Großvaters übernommen, so wie dieser bereits von dessen Vater. Somit lag auf der Hand: Ich würde Medizin studieren und als Nachfolgerin einsteigen. Doch schon als Kind war ich anders: musisch, tänzerisch und literarisch veranlagt. Ich liebte psychologische Gedankenspiele und benannte meine Haustiere nach Krimifiguren. Mein Vater wollte mich also heranziehen, nahm mich in den Ferien und an den Wochenenden mit in die Praxis, ich musste bei kleineren Eingriffen assistieren, das Labor aufräumen, sogar mit an die Außen-Standorte. Doch ich mochte schon die Gerüche von Chemikalien nicht und auch nicht die ganzen Spritzen, Tuben, Prothesen usw.

Als wir in der Schule einen Aufsatz über unser Elternhaus anfertigen sollte, nahm mich mein Deutschlehrer beiseite, mit dem ich seitdem regelmäßig Pausengespräche führte. Offenbar hatte er meinen Missmut gegenüber der geplanten Zukunft einerseits, meine Auffassungsgabe von menschlichen Motiven, Organisationen und Zusammenhängen andererseits erkannt. Und in diesen Pausengesprächen forderte er mich mit Fragen: „Wo willst DU hin – was willst DU machen?“ und erzählte mir von verschiedenen Berufsfeldern, später Studiengängen. Er förderte mich, indem er mir eine Welt eröffnete, die ich gar nicht kannte. Also habe ich mich mit frischem Führerschein ins Auto gesetzt, bin an die nächste Uni gefahren und habe mir alle Fakultäten angeschaut, nur nicht die für Medizin. Meine Wahl fiel auf Kultur-, Kommunikationswissenschaft und Wirtschaftsphilosophie. Das war das erste Mal, dass ich tatsächlich Ja zu mir und Nein zu meinen Eltern gesagt habe. Ein enorm wichtiger Schritt für mein ganzes Leben.

Was empfiehlst du, wenn Menschen vor schweren Entscheidungen stehen?

Entscheidungen sind generell immer Stress pur für jeden Menschen, weil wir quasi auf „Regelbetrieb“ programmiert sind. Steht eine Entscheidung an, greift der Körper auf den gespeicherten Erfahrungsschatz zurück, der ja oft als „Intuition“ oder Bauchgefühl und damit als Eingebung missverstanden wird. In Wirklichkeit handelt es sich um nichts anderes als eine Sammlung bereits gemachter oder ähnlicher Erfahrungen, die automatisch mit der jetzt anstehenden Herausforderung abgeglichen werden. Finden wir ein Muster, entscheiden wir gemäß der Erfahrung, finden wir keins, sind wir unentschieden. Genau dahingehend hat mir mein Lehrer sehr geholfen, weil er meinen nicht vorhandenen Erfahrungshorizont um seinen ergänzt hat. Im strukturierten Mentoring sehe ich das als eine der wichtigsten Aufgaben: Erfahrungshorizonte zusammenzuführen und Handlungsalternativen gegeneinander abzuwägen. Ich habe bis heute meine Mentorinnen und Mentoren für verschiedene Themen, selbst wenn ich selbst als Mentorin agiere. Und wir alle geben Unterstützung und Ratschläge, z. B. in beruflicher Richtung – und da gibt es oft keinen Königsweg: Kind oder Karriere, Eltern selbst pflegen oder in ein Pflegeheim geben etc. – all das sind die schweren Entscheidungen des Lebens, für die es Lösungen gibt, aber eben keine optimalen. Und ich warne davor, diese Themen rein betriebswirtschaftlich zu durchdenken, die eigene Moral ist es, die uns nachts nicht schlafen lässt – nicht ein paar Euro mehr oder weniger auf dem Konto.

Welche Rolle spielt Mentoring nun für deine eigenen Karriereentscheidungen?

Bis heute bin ich selbst ein großer Fan von Mentoring und führe sicher mehrmals pro Woche wichtige Gespräche mit erfahrenen Menschen, das können Freunde sein, aber vor allem Ratgeberinnen und Kollegen. Ich habe auch Berater, deren Perspektiven und Impulse ich einfach schätze. Vor allem als Unternehmerin und vor Investitionen, oder wenn es um die Erschließung neuer Zielgruppen und neuer Themen geht: die Entscheidung treffe ich zwar selbst, nie aber ohne vollumfängliche Information und Beratung durch mein Netzwerk.

Wann hast du dich entschieden, selbst Mentorin zu werden?

Als ich Führungskraft in einer großen Management Beratung war, zeigte sich, dass es beim hauseigenen Mentoring-Programm Entwicklungspotenzial gab. Wir hatten über das Feedback der Mentees erfahren, dass wohl nicht überall die Rollen geklärt waren, teils waren Ziele, teils Prozesse nicht optimal geklärt. Manche wünschten sich einen strukturierteren, manche einen lockeren Rahmen usw. Zur Überarbeitung des Programms als „Mentor of Mentors“ kam ich eher zufällig, aber ich hatte Spaß daran, Führungskräfte zu begleiten. Zumal die ja wirklich ihr Bestes geben wollen. Später in der Industrie habe ich dann Executives in Mentoring-Programmen begleitet, und bis heute ist das für mich immer wieder eine große Freude. Vielleicht weil ich so neugierig auf Menschen bin, sie gern erfolgreich sehe und an individuelle Karrierewege glaube statt an vorgegebene Pfade.

In meiner Ausbildung zum Systemischen Coach und Berater sowie zum Executive Business Coach habe ich dann selbst nochmals viel dazu gelernt, meinen Methodenschatz erweitert, und seitdem ich über mein eigenes Institut und in der Zusammenarbeit mit Universitäten auch noch Studien und Assessments durchführe, erlaubt mir das einiges an Zukunfts- und Trendforschung. Zu dieser wie zu meinem Netzwerk haben meine Mentees dann unbegrenzten Zugang. Das unterstützt nochmal mehr bei der Entscheidungsfindung, oft weit über die Karriere hinaus.

Vielen Dank für deine Zeit und deine Offenheit, liebe Johanna!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten und Teams aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. Du bist Mentee oder Mentor*in bei MentorMe Germany und möchtest auch an dieser Reihe mit deinem Match teilnehmen, dann komm gern auf uns zu!

Du möchtest auch Teil unserer Community werden? Das freut uns sehr! Hier kannst du dich als Mentee sowie als Mentor*in anmelden!