BME-Mentoring-Programm

BME-Mentoring-Programm

 Zeit für eine erste Bilanz

Der BME startete 2017 in Kooperation mit MentorMe ein Mentoring-Programm exklusiv für weibliche Young Professionals und Studierende. Teilnehmerin Jasmin Jünemann gab dem BME nun ein Interview, in dem sie ihre Eindrücke ausführlich schilderte.

Mentoring-Programm MentorMe. Foto: BME e.V.

Ziel des BME ist es, jungen Frauen bei der Berufsorientierung, dem Berufseinstieg und der Neuorientierung zu unterstützen. Dies geschieht nicht nur durch die Zuteilung eines beruflichen Mentors/einer Mentorin, sondern auch mittels individueller Beratung, praxisorientierten Trainings und der Bereitstellung eines Netzwerks aus Berufserfahrenen und Arbeitgebern. Nach der Hälfte des Mentoring-Programms zieht der BME mit den Teilnehmerinnen nun eine erste Bilanz.

Jasmin Jünemann, Assistant Vice President Supply Chain bei der edding International GmbH, stand dem BME exklusiv für ein Interview zur Verfügung.

Jasmin Jünemann

Liebe Jasmin, wie hast Du vom Mentoring-Programm erfahren?

Von dem Mentoring-Programm „MentorMe“ habe ich direkt durch den BME erfahren. Zum Bewerbungszeitpunkt wurde ich von Alina Tillmann, Projektmanagerin Young Professionals beim BME, über das Programm informiert und „aufgefordert“ mich zu bewerben, falls ich Lust habe, an dem Programm teilzunehmen.

Was hat Dich motiviert mitzumachen? Warum hast Du am Mentoring-Programm teilgenommen?

Das Mentoring-Programm ist eine tolle Möglichkeit für mich, mit Menschen aus anderen Branchen in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen. Gerade als junger Mensch, der gerade seine ersten Schritte im Berufsleben macht, ist der Austausch mit erfahrenen Kollegen sehr wertvoll. Mit Familienmitgliedern und Arbeitskollegen kann man sich auch gut austauschen. Der Mentor verfügt aber über genügend Distanz, um gewisse Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Er kann eine tolle Hilfestellung und Wegweiser sein. Wenn man gut zusammen arbeitet und harmoniert, nehmen sowohl Mentee als auch Mentor einen großen Mehrwert ins weitere Leben mit.

Wie sind Deine Erfahrungen bisher? Wie gefällt Dir das Mentoring-Programm?

Bis jetzt habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Mentoring-Programm gemacht – die Art und Weise des Mentorings mit meinem Mentor gefällt mir sehr gut. Durch unsere Telefonate kommt ein wertvoller Austausch zwischen Mentor und Mentee zustande. Es öffnen sich neue Wege und Gedanken, die eventuell aus den unterschiedlichsten Gründen vorher noch nicht angestoßen wurden.

Wie ist Dein Mentor? Wie gestaltet sich Eure Zusammenarbeit?

Die Zusammenarbeit mit meinem Mentor funktioniert sehr gut. Dadurch, dass ich in Hamburg lebe und mein Mentor in Berlin, ist ein persönliches Treffen ohne größeren Aufwand leider nicht möglich. Wir haben aber eine sehr gute Alternative gefunden und telefonieren – je nach Inhalt und Notwendigkeit des Austausches – alle 4 bis 6 Wochen ausführlich.

Das erste Telefonat war ein kleines „Kennenlernen“. In diesem Gespräch haben wir aber auch schon über Themen gesprochen, die mich umtreiben und an denen ich gerne arbeiten und im weiteren Austausch stehen möchte. Für jedes Telefonat wählen wir einen Themenschwerpunkt. Manchmal zieht sich der Austausch natürlich über mehrere Telefonate hin. Wenn wir gemeinsam ein gutes Gefühl bei einem Thema haben und denken, wir können es jetzt erst einmal abhaken, starten wir anschließend mit dem nächsten Themenschwerpunkt.

Wichtig bei der Auswahl meines Mentors war mir darüber hinaus, eine andere Branche kennen zu lernen. So bietet sich mir nun die Möglichkeit, neben meiner täglichen Arbeit aus der Papier-, Büro- und Schreibwarenbranche nun auch die Luftfahrtbranche näher kennen zu lernen.

Was hast Du bisher für Dich aus dem Mentoring-Programm mitgenommen?

Ein Austausch zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Alters und Erfahrung ist sehr wertvoll für beide Seiten. Anfangs war ich skeptisch, ob auch für den Mentor Lerneffekte bestehen, wenn wir uns über „meine“ Themen austauschen. Aber auch ich kann dem Mentor mit meiner Einschätzung wertvolle Tipps geben, wodurch er neue Blickwinkel erschließen kann. Die Hälfte des Mentoring-Programms ist nun vorbei und ich bin mir sicher, dass wir auch in den kommenden sechs Monaten uns passgenau über wichtige Einkaufsthemen intensiv austauschen.

Was waren Deine Erwartungen an den Mentor? Wurden diese erfüllt?

Meine Erwartung war und ist, einen Mentor „an die Hand“ zu bekommen, der einen offenen Austausch sucht, mich mit seiner beruflichen Erfahrung unterstützen kann, aber selbst auch offen für Neues ist und gegebenenfalls festgefahrene Standpunkte überdenkt.

Würdest Du das Mentoring-Programm weiterempfehlen?

Ja, das Mentoring-Programm des BME würde ich definitiv weiter empfehlen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass man auch bereit ist, an wichtigen Themen, die einen intensiv beschäftigen, intensiv zu arbeiten.

Liebe Jasmin, vielen Dank für Dein Feedback und weiterhin viel Freude am Austausch mit Deinem Mentor!

Anmeldungen für die nächste Mentoring-Runde des BME sind bereits ab Mitte Juli 2018 möglich. Alle Informationen gibt es hierzu auf www.bme.de/yp-mentoring

 

Finding Your Tribe: 6 Best Women’s Networks In Berlin

Finding Your Tribe: 6 Best Women’s Networks In Berlin

Artikel/Blog LandingpadBerlin

Finding Your Tribe: 6 Best Women’s Networks In Berlin

With the explosion of social media, connection opportunities are boundless. But have we become so obsessed with bumping up our number of contacts on LinkedIn, that we’ve lost site of the real purpose of networking – surrounding ourselves with people that are going to help us achieve our goals?

So how do you go about finding your tribe, a core group of like-minded folk who understand where you are coming from and will support you on your journey from A to B?

Start by getting clear on exactly what you want. In one year’s time, where do you see yourself? What do you want to achieve both professionally and personally?

Next make a list of people who can help you get to where you want to be. Good candidates to include in your tribe are people who know more than you about something you need to know. Someone who successfully made the career move that you want to make, or who has overcome obstacles similar to your own. The ideal number of tribe members is between four and six people—large enough for variety, small enough to maintain connections.

You might be lucky enough to find your tribe amongst your existing contacts. But if not, how else can you come across them?

I’ve been an advocate and champion of women and their careers for many years. Here’s a list of my favourite, unique, tried-and-tested groups I’ve come across in Berlin where you are sure to find women who will be willing and eager to cheer you on and be invested in your success.  If I have missed a group who you think should be on the list, please let me know in the comments below.

Wi Women’s Influencer

This dynamic network founded by change makers Danit Gal and Mali M. Baum in 2016, is committed to the promotion of gender diversity and authenticity in leadership. Their vision is to create as many as possible points of influence through their events and activities with a focus on sharing and collaboration, as well as training, mentoring and the promotion of female role-models. Highly recommended for high impact women. Events are invite only.

Role Models

On a mission to inspire the next generation of global leaders, Role Models has hosted eighteen live events featuring women we look up to, including the likes of Cynthia Barcomi,  Ida Tin, and Simone Menne. Earlier this year, Isa Sonnenfeld and David Noël introduced a weekly podcast to accompany their event series, with conversations with women on how they got to where they are – lessons they’ve learned, the decisions they’ve made, and the challenges they’ve overcome. Interviews are far-reaching and not to be missed.

FutureFemales

This new community-driven platform for existing and aspiring female entrepreneurs, aims to sign up 20, 000 women in its first year according to founders Lauren Davies and Cerina Bezuidenhout. The platform was launched in Cape Town in August 2017, and Berlin was the first city globally to host a Future Females event the following month.  Join the Future Females Facebook group to connect with members and gain access to the key resources you need to succeed as a female entrepreneur.

MentorMe

I love the excellent work MentorMe is doing to support young women and their careers. Along with their 12-month mentoring programme matching female students, graduates and young professionals with experienced women in business, MentorMe also provide on- and offline ‘on the job’ career skills training and a host of networking events.

MumsLikeUs

MumsLikeUs is a community of over 1,200 oh so fabulous working and want-to-be- working mums. The group is warm and welcoming and a great place to learn, grow and be inspired, as well as connect with other women in Berlin navigating the heady world of career and family. Informal networking lunches are held once a month and there’s an active online Facebook group, where members ask for advice and share information and resources on all things working motherhood.

Berlin Geekettes

The Berlin Geekettes concept was born around a dinner table in a Thai restaurant in Mitte back in 2011 and has since grown into a movement inspiring the next generation of women to pursue careers in technology. Now with nine hubs across Europe and the United States, founder Jess Erickson and her team of Ambassadors engage with local communities through meet-ups, workshops and events. New faces are always welcome at Geekettes Monthly, an open meeting in Berlin for everyone wanting to mingle and talk shop with a group of like-minded women in tech. Check out the Berlin Geekettes page on Facebook for dates.

Contribution by Melanie Fieseler, co-founder of Landing Pad Berlin, an organisation on a mission to help internationals feel settled and at home, and get the most out of their experience living and working in the German capital.  Melanie is Managing Director at Melanie Fieseler Consulting.

Melanie is an independent career consultant who counsels men and women on all areas of career development – from assessing their career options to building resilience, and everything in between. Melanie is not your typical career expert – she offers strategic, Germany-specific, no-holds-barred advice and a point of view directly from her talent and recruiting experience at leading multi-national companies.

Meet Melanie at the next Landing Pad Event and get all your career and work related questions answered.

2-Minuten Interview mit Karin (Muxmäuschenwild)

2-Minuten Interview mit Karin (Muxmäuschenwild)

Karin Heinzl lebt in Berlin. Geboren und aufgewachsen ist sie allerdings in Österreich. Ihre Mama stammt aus Brasilien, was für ein Mix(!), den man ihr nicht nur ansieht sondern Gott sei Dank auch spürt. Von den Kochkünsten (siehe unten) mal ganz abgesehen. Karin sprüht vor Energie und Lebensfreude und hat die seltene Gabe, jeden Menschen, der ihr begegnet, irgendwie ein bisschen glücklicher zu machen. Nach ihrem Studium im Fach Publizistik und Political Management, arbeitete sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung, in der Politik und in Indien für eine NGO im Bereich Women Empowerment. Vor zwei Jahren gründetet sie dann MentorMe. MentorMe ist ein Förderprogramm, das Frauen beim beruflichen Ein- und Aufstieg durch Mentoring, praxisorientiertes Training und ein Netzwerk von Berufstätigen und Arbeitgebern unterstützt. In den zwei Jahren seit der Gründung wurden bereits 190 Mentoring-Teams erfolgreich gematched! Auch unsere Julia ist seit Neustem Mentorin und wird im kommenden Jahr viel von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an ihre Mentee weitergeben. Apropos weitergeben. Im Februar erwartet Karin übrigens ihr erstes Kind. Wir freuen uns sehr für sie und wünschen ihr alles Glück der Welt für ihr neues lebenslanges Minimentoring.

Name: Karin Heinzl
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Geschäftsführerin
Schuhgröße: 38,5
Lieblingsort: Königreich Tonga, NYC und Japan
Kontakt: heinzl@mentorme-ngo.org
Was lernst du nie? Auf Süßigkeiten zu verzichten.

Beschreibe deinen Führungsstil. Ich würde sagen, ich lebe einen Führungsstil der in der Leadershipforschung als „Authentic Leadership“ behandelt wird. Ich will authentisch – also wahrhaftig – sein. Wenn es mir mal schlecht geht, will ich das sagen dürfen, denn das Leben ist nun mal eine Medaille mit zwei Seiten. Ich glaube, diese Authentizität spüren die Leute an mir und deshalb verstehe ich mich mit vielen Menschen, egal ob Studentin oder Topmanager, gleich gut.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Die Welt umsegeln.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Absolut (ich benutze es schon lange und mag das Wort nach wie vor, denn es verleiht Nachdruck und Stärke).

Wie würde deine Mutter dich beschreiben? Ich fragte sie und sie sagte: „Schlank, lange Haare, lieb, fleißig, ehrgeizig, selbstständig, sensibel, empfindlich, emotional, anspruchsvoll und isst gerne.“

Wie sieht es bei dir zuhause aus? Hell und offen, stylisch und minimalistisch. Ich brauche viel Raum und Luft – alles andere würde mich und meine Ideen und Kreativität unterdrücken.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Einfach starten, einfach machen.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun? Das kann ich nicht sagen, denn das wäre nicht jugendfrei 😉

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd oder gegen hundert Pferde, die so klein sind wie Enten? Was für eine Frage! 😀 Ich nehme es mit der pferdegroßen Ente auf, denn sie ist und bleibt ein Gegner, den man mit Taktik und List und Kalkül überwinden könnte. Eine Armee von 100 entengroßen Pferden stelle ich mir schwieriger vor, da ich 100 Mal einen Gegner überwinden müsste.

Was ist dir peinlich? Wenn ich mir ab und zu das Klatschmagazin InTouch im Supermarkt kaufe. Manchmal brauche ich diese „Non-Brainer“ einfach um zu entspannen.

Worauf bist du stolz? Auf MentorMe und auf meinen Spirit.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde backen und zwar „Pao de Queijo“, eines der brasilianischen Nationalgerichte.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Auf die Gefahr hin „evil“ zu klingen: Ich würde die Fähigkeit wollen, Menschen beeinflussen zu können 😉

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde das Gefühl von Hass aus dem Emotionsrepertoire von Menschen löschen.

Was sollte niemand von dir wissen? Sag ich natürlich nicht!

Das letzte Wort:
Absolut!

Diesen Beitrag könnt ihr bei Muxmäuschenwild im Original aufrufen.

Social Business Lunch mit Karin Heinzl

Social Business Lunch mit Karin Heinzl

Karin hat einen Umbruch als Chance genutzt und MentorMe gegründet. Wie sich das alles entwickelte, erzählt sie mir im Spindler in Berlin-Kreuzberg.

Karin beeindruckt mich von Anfang an mit ihrer herzlichen Offenheit und Ehrlichkeit. Als ich Ihr von meiner Blogidee erzähle, ist sie sofort begeistert: „Ich finde es gut, wenn man auch liest, dass das alles ein ziemlich steiniger Weg ist.“ Und so kommt es, dass wir uns an diesem Mittwoch Mittag zum Business Lunch Nahe des Landwehr Kanals im Spindler treffen und Karin mir ihre Geschichte erzählt.

Wien, New York, Berlin

Ursprünglich kommt Karin aus Österreich, und das hört man ihrem charmanten Dialekt auch an. Bevor sie nach Berlin gekommen ist hat sie mit ihrem Mann vier Jahre lang in New York gelebt, dort studiert und gearbeitet – unter anderem im Finance-Bereich bei einem Wallstreet-Unternehmen.

Irgendwann beschlossen die beiden ihre Koffer zu packen und auf eine einjährige Weltreise zu gehen, auf der sie sich Hals über Kopf in Berlin verliebten. „Für uns hatte die Stadt einen ganz ähnlichen Vibe wie New York.“ London wäre auch eine Option gewesen – aber das war dann doch „zu klassisch“.

Gewohnte Strukturen zurücklassen

Und so zogen sie kurzerhand in die Deutsche Hauptstadt: Karin fand bald einen Job als Referentin und dann als International Officer für die FDP. Doch mit der Wahl 2013 war auch dieser verloren – „Das war für mich natürlich erstmal ein totaler Schock – aber gleichzeitig eine Chance. Ich war gezwungen, meine gewohnten Strukturen zurückzulassen,“ erinnert sie sich.

„Tilman, glaub mir, es war nicht einfach.“ Immer wieder flicht Karin den Vornamen ihres Gegenübers in das Gespräch ein und schafft so eine Nähe, als würde man sich schon lange kennen. Diese Stärke, Nähe aufzubauen und ganz offen mit Menschen zu sprechen, machte sie dann auch zu ihrer neuen Berufung.

Was kannst Du? Was macht Dir Spaß?

Doch zunächst führte sie der Drang, etwas direkt für Menschen zu tun, ein halbes Jahr nach Indien, aufs Land in die Nähe von Mumbai. „Eine ganz andere Umgebung, als die die ich kannte – und dadurch eine wunderbare Erfahrung.“ Und hier wurde auch der Grundstein für MentorMe gelegt: „Ich habe erkannt, dass man so viel mehr schaffen kann, als man glaubt, wenn man Herausforderungen annimmt, die einem zwar Angst machen, die einen aber auch reizen.“

Zurück in Berlin fragte sich Karin drei entscheidende Fragen: Was kannst Du? Was macht Dir Spaß? Wie kannst Du etwas für Menschen tun? Und am Ende ihrer Übung stand da „die Entwicklung von Networking-, Workshop- und Mentoring-Formaten, die Menschen befähigen und fördern ihre Stärken zu nutzen.“ Die Idee für MentorMe war geboren: ein berufliches Förderprogramm für junge Frauen, um in der Berufswelt Fuß zu fassen.

Nicht nur gute Gründe – auch Schicksal

„Aber, Tilman, es gehören nicht nur gute Gründe dazu, etwas zu aufzubauen. Das ist auch einfach Schicksal,“ beschreibt Karin ihre damalige Situation. Es braucht also eine Mischung aus strategischem Herangehen, Glück und Mut. „Ich hätte mir früher nie vorstellen können, etwas Eigenes zu starten.“ Unterstützung fand sie bei Project Together, die sie immer wieder motivierten: „Es gibt so viele Leute, die Dich kritisieren und zweifeln. Die Macher von Project Together haben immer wieder gesagt: Wir glauben an Dich – mach das jetzt!“

Und dann machte sie einfach: Per Facebook fragte sie, ob es junge Frauen gäbe, die sich für ein Mentoring-Programm interessierten. Und so kamen die ersten Bewerberinnen. Im Gründungsjahr 2015 sollten es eigentlich 20 sein – es wurden 50. „Der Bedarf ist enorm,“ sagt Karin während wir unseren Lunch fast verspeist haben. Mit Werbung an Unis und Facebook erreicht sie ihre jungen Mentees – über Netzwerke in Unternehmen ihre Mentorinnen und Mentoren. 2016 waren es schon 130 Mentees – 2017 sollen bis 200 Teams gematched werden. Neben Sponsoring von Unternehmen finanziert sich MentorMe inzwischen auch über moderate Beiträge der Mentees – sofern sich diese einen Beitrag leisten können.

„Stiftungen sehen Dich als zu unternehmerisch – Unternehmen als zu gemeinnützig“

Bisher hat das Unternehmen keine Förderung durch Stiftungen erhalten. „Wie viele Sozialunternehmen bewegen wir uns in einem Spannungsfeld: Stiftungen sehen Dich als zu unternehmerisch, Unternehmen sehen Dich als zu gemeinnützig an. Ich finde es wichtig, dass endlich akzeptiert wird, dass auch Sozialunternehmerinnen und –unternehmer Geld verdienen müssen.“ Initiativen wie den Send e.V. kann Karin daher nur begrüßen: „Tolle Initiative!“

Auch wenn es finanziell am Anfang sehr eng war: Inzwischen ist ihr Team auf acht Personen angewachsen. Und für die nächsten Jahre? „Tilman, zunächst wollen wir den Roll-Out in München und Frankfurt. Und dann die DACH-Region. Irgendwann will ich auch wieder nach Österreich…“

Artikel ursprünglich hier erschienen.

MentorMe – mehr als eine gute Idee

MentorMe – mehr als eine gute Idee

MentorME – mehr als eine gute Idee

Manchmal könnte man meinen, die Welt ist schon so bunt und vielfältig und voller guter Ideen und eigentlich ist schon alles erfunden.

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Fotos: MentorME/ Shay Dashevsky Studio

Und dann begegnet man durch Zufall auf einer Netzwerkveranstaltung einer zarten, aber unglaublich professionell auftretenden und umso quirligeren jungen Frau mit einem bezaubernden österreichischen Akzent – Karin Heinzl – und erfährt von einer großartigen Idee: MentorMe einem Mentoren-Netzwerk für junge Frauen.

Konkret heißt das 12 Monate Mentoring, Training, Networking für weibliche Studenten & Young Professionals und ihre Mentorinnen und übrigens auch Mentoren. Männer sind hier als Mentoren nicht nur erlaubt sondern explizit auch erwünscht. Nicht umsonst heißt der Slogan von MentorMe: erfolgreich im Job einsteigen & aufsteigen.

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Fotos: MentorME/ Shay Dashevsky Studio

Warum ist Förderung ein wichtiger Teil des Erfolges?

Ich habe mich gefragt, warum ich von der ersten Begegnung das Gefühl und den großen Wunsch hatte, Teil dieses Netzwerkes zu werden. Die Antwort ist vielschichtig. Der wichtigste Aspekt ist meine eigene positive Erfahrung mit Menschen, die während wichtiger Entwicklungsjahre an mich geglaubt und mich gefördert haben – in ganz unterschiedlichen Lebensphasen und Zusammenhängen. In dem Moment, in dem ein anderer Mensch an mich glaubt, fällt es mir möglicherweise viel leichter, es auch zu tun. Und das ist ein Generationenvertrag. Wir können es immer nur an die nachkommenden Generationen zurückgeben in Form von Vorleben, Reflektieren, Wertschätzen, Vertrauen und hoffen, dass der Samen aufgeht.
MentorMe bietet als soziales Unternehmen in einem gut überschaubaren und abgesteckten Rahmen die Möglichkeit, eigenes Wissen und Erfahrungen zu nutzen, um junge Frauen, die ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, zu stärken und auf dem beruflichen Weg eine Zeitlang zu begleiten. Es ist durchaus eine WinWin Situation. Seit November bin ich nun selbst Mentorin und freue mich, dass ich durch das Matching-Verfahren eine wunderbare Frau als Mentee kennen lernen durfte und sie nun ein ganzes Jahr lang begleiten kann.

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Fotos: Jana Jablonski

Was ist nun das Besondere an diesem Mentoring Netzwerk?

Worin aber liegen nun das Besondere, der Zauber und die Energie begründet, die mich erfasst haben, als ich so langsam Teil dieses Netzwerkes wurde? Eigentlich stimmt der alte Satz, man kann es nicht beschreiben, man muss es erleben. Ich versuche es trotzdem mal. Zum Einen ist es das unglaubliche Potenzial und die große Vielfalt dieses Netzwerkes. Es findet ein gelebter Austausch statt von Frauen mit teilweise sehr beeindruckenden Biografien, obwohl sie manchmal noch nicht mal dreißig sind. Obwohl das Alter bei MentorMe keine Rolle spielt. Alle sind willkommen – von jung bis alt, egal aus welchem Bereich, unabhängig von der Herkunft. Es gibt eine große Offenheit für Fragen, Bedarf, Probleme rund um die Arbeitswelt und eine unglaublich große Hilfsbereitschaft, die eigenen Ressourcen in Form von Zeit, Ideen, Erfahrungen und eigenem Netzwerk zu teilen und zur Verfügung zu stellen.

Selbstverständlich und doch nicht selbstverständlich

Warum ich das so betone und genau beschreibe? Weil ich es in meiner langjährigen Netzwerkarbeit nicht als selbstverständlich erlebt habe. Karin und ihr Team schaffen es auf wunderbare Art und Weise, die Gruppen und Facebook-Gruppen, aber auch Veranstaltungen zu moderieren. Wie zum Beispiel das MentorMe Onboarding Event 2017 im Unicorn, das ich im November gerade erleben durfte. Eine gut geplante und organisierte Veranstaltung, bei der die Mentorinnen und Mentoren im ersten Teil bei verschiedenen Übungen und Gruppenarbeit Gelegenheit hatten, sich kennen zu lernen. Im zweiten Teil kamen die Mentees dazu. Viele Mentor/innen und Mentees haben sich dort zum ersten Mal gesehen und ein wenig kennen gelernt.

Und mir fällt immer wieder sehr positiv auf – es gibt eine durchgehend wertschätzende Kommunikation. Selbst in Situationen größter Anspannung bleiben Karin und ihr Team entspannt, freundlich, zugewandt.

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