Von der Festanstellung in die Selbständigkeit

Von der Festanstellung in die Selbständigkeit

Als Coach unterstützt Svea Joisten Frauen dabei, mental so stark zu werden, dass sie den Berufsausstieg rocken und sich selbständig machen. Sie war jahrelang im Hamsterrad gefangen, hatte zwar eine erfolgreiche Karriere, ein gutes Einkommen und Anerkennung, das Sie allerdings nicht glücklich gemacht hat. 2018 hat Sie eine Coaching-Ausbildung angefangen und hat nun als Coach Ihre Berufung gefunden.

So transformierst du deine innere Haltung!

Du bist aktuell noch in einer Festanstellung, möchtest dich aber selbständig machen? Du möchtest selbstbestimmt arbeiten und deiner Passion folgen? Du möchtest Menschen eine tolle Dienstleistung oder ein Produkt anbieten und das nach deinen eigenen Regeln?

 

Die Reaktionen auf die Selbständigkeit sind oft gemischt. Für manche bedeutet es Freiheit und Selbstbestimmung und sie beneiden die Selbständigen für den Mut, für ihre Träume losgegangen zu sein. Andere verbinden die Selbständigkeit mit einem enormen Risiko und Verlust der Sicherheit.

 

Was ganz klar ist, wer den Sprung von der Festanstellung in die Selbständigkeit wagt, nimmt einen Identitätswechsel vor. Es handelt sich um eine komplett neue Lebenssituation und viele gelernte Dinge aus der Festanstellung können hilfreich sein. Das Mindset einer erfolgreichen Selbständigen ist jedoch ein ganz anderes als das einer Festangestellten.

 

Viele beschäftigen sich erst zu spät mit dem Thema Mindset

Das Thema Mindset wird am Anfang einer Selbständigkeit oftmals stiefmütterlich behandelt. Häufig denken wir, wenn wir die richtige Strategie haben, dann wird es schon laufen mit der Selbständigkeit. Tatsächlich braucht es weit mehr als ein gutes Marketingkonzept, eine Strategie und ein Businessplan. Unsere innere Haltung ist der Schlüssel für den Erfolg in der Selbständigkeit.

 

Was ist eigentlich das Mindset?

Unter dem Begriff Mindset versteht man das eigene Empfinden, das Verhaltensmuster und innere Überzeugungen.

Unser Mindset wird aus vergangenen Erinnerungen und Erfahrungen geprägt. Diese sind oftmals unbewusst, lassen uns aber häufig ein eingeübtes Verhaltensmuster abrufen, dass man jedoch ändern kann.

Unser Erfolg hängt von deinen Gedanken, Gefühlen und deinem Verhalten ab.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem Growth Mindset und einem Fixed Mindset. Unter einem Growth Mindset versteht man ein Mindset, das wachstumsorientiert ist, wohingegen das Fixed Mindset als unflexibel gilt.

Menschen mit einem Fixed Mindset haben Angst vor Herausforderungen und verlassen ihre Komfortzone so gut wie nie, wodurch auch kein Wachstum entstehen kann.

 

Menschen mit einem Growth Mindset nehmen Herausforderungen gerne an und sehen diese als Chance für Wachstum. Sie haben die Ansicht, dass sie aus Fehlern lernen können, und verlassen gerne ihre Komfortzone.

 

 

Das richtige Mindset für deine Selbständigkeit

Wie du dir vielleicht schon denken kannst, ist es notwendig, deine innere Haltung hin zu einem Growth Mindset zu transformieren, damit du den Schritt in die Selbständigkeit mit Leichtigkeit gehen kannst.

 

Wie oben beschrieben, handelt es sich bei dem Schritt von der Festanstellung hin zur Selbständigkeit um einen Identitätswechsel, bei dem auch deine innere Haltung transformiert werden muss. Denn als Selbständige wirst du die Verantwortung für deinen Erfolg alleine tragen, du triffst Entscheidungen ganz anders als in einer Festanstellung und bist alleine für Umsatz, Strategie und Ziele verantwortlich.

Wenn du die Aufgabe einer Unternehmerin mit dem gleichen Mindset einer Festangestellten übernimmst, wird das nicht funktionieren.

 

Mein Weg in die Selbständigkeit

Wenn ich einmal von mir ausgehe, war der Hauptgrund, warum ich mich selbständig gemacht habe, mein wichtigster Wert der Selbstbestimmung. Ich wollte immer schon ortsunabhängig arbeiten und selbst entscheiden, mit wem ich zusammenarbeiten möchte. Ich hatte einen gut bezahlten Job als Führungskraft im HR-Bereich, der mich allerdings nicht glücklich machte. Ich habe jahrein und jahraus den gleichen Job gemacht und habe auf das Wochenende und den nächsten Urlaub entgegengefiebert. Als Führungskraft hatte ich zwar viel Gestaltungsspielraum in Bezug auf Strategie und Zielsetzung, jedoch waren das weder meine eigenen Ziele noch meine Berufung.

 

Ich wollte meine Energie, mein Können, in etwas investieren, was pure Leidenschaft für mich ist und weswegen ich mich freue, jeden Morgen aufs Neue aufzustehen. Ich wollte mich nicht länger in ein System reinpressen lassen, das nicht zu meinen Werten passte.

Ich wollte mich persönlich weiterentwickeln. Ich konnte zwar einige Fähigkeiten aus meiner Festanstellung mitnehmen, hatte eine gute Strategie und zahlreiche Marketingkurse besucht. Jedoch habe ich anfänglich geglaubt, dass ich mein

Business genau mit dem gleichen Mindset einer Festangestellten aufbauen kann, und das hat nicht funktioniert.

Damit du nicht die gleichen Fehler, wie ich machst, teile ich mit dir meine 3 Schritte, wie du deine innere Haltung transformierst und den Sprung in die Selbständigkeit mit Leichtigkeit schaffst.

1. So transformierst du deine innere Haltung: Finde heraus, was du willst!

In   einer   Festanstellung  arbeiten   wir  nach   den   Werten   und   Regeln  des Unternehmens, bei dem wir angestellt sind.

Weshalb es im ersten Schritt wichtig ist herauszufinden, was du willst und nach welchen Werten und Regeln du in die Selbständigkeit starten möchtest.

Wenn du dich selbständig machst, löst du dich von der Fremdbestimmung hin zur Selbstbestimmung.

 

2. So transformierst du deine innere Haltung: Hinterfrage dein Mindset!

Von der pflichtbewussten Angestellten zur selbstbestimmten Unternehmerin. Alles hat mit der eigenen inneren Haltung zu tun. Was denkst du selbst über deinen Schritt in die Selbständigkeit? Wir sollten immer wieder die eigene Denkweise hinterfragen und schauen, welcher Gedanke unsere Wünsche und unsere nächsten Schritte ganz konkret sabotiert.

 

Es ist sinnvoll, sich vorab schon mit seinen Glaubenssätzen auseinanderzusetzen und diese zu hinterfragen.

Deine negativen Gedanken und Glaubenssätze kannst du anhand von 3 Fragen hinterfragen:

 

  1. Ist der Gedanke wahr?
  2. Wie verhalte ich mich, wenn ich das glaube?
  3. Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

 

Die Transformation fängt bei uns im Inneren an. Wenn du deine inneren Blockaden aufgelöst hast, dann fühlt sich auch der Schritt in die Selbständigkeit sowie das Loslassen der Festanstellung leicht an.

 

3. So transformierst du deine innere Haltung: Transformiere dein Mindset!

Oft sind wir noch so in der Angestellten-Denkweise gefangen, dass es uns schwerfällt, unser Verhalten „umzuprogrammieren“. Wenn du bereits deine Gedanken hinterfragst hast, bist du schon einen Schritt weiter. Vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass einige negative Gedanken unbegründet sind und gar nicht deine Realität widerspiegeln. Um dein Mindset nachhaltig zu transformieren, ist es wichtig, immer wieder Beweise für das Gegenteil zu sammeln und mit Affirmationen zu arbeiten.

 

Mein Tipp: Wenn du beispielsweise vorher den Gedanken hattest „Ich schaffe das nicht“, dann suche Beweise, was du alles schon in deinem Leben geschafft hast und welche Erfolge du hattest. Stück für Stück kannst du den limitierenden Glaubenssatz dann in „Ich schaff das“ umändern und dein Growth Mindset entwickeln.

 

Dein Mindset ist entscheidend für deinen Erfolg. Für den Schritt in die Selbständigkeit ist deine innere Transformation, d.h. die Entwicklung deines Mindsets, der Schlüssel dazu.

 

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht.

Aus dem MentorMe Partnernetzwerk: Interview mit Ilse Munnikhof von der ING Bank

Aus dem MentorMe Partnernetzwerk: Interview mit Ilse Munnikhof von der ING Bank

Women Empowerment ist nicht nur en vogue und dient der Frauenquote. Vielmehr ist die Förderung von Frauen wichtig für Arbeitgeber, um Gleichberechtigung und Diversity zu leben und gut ausgebildete weibliche Arbeitssuchende zu rekrutieren. Mit MentorMe gehen Arbeitgeber den Weg einer innovativen Recruiting- und Personalentwicklungsstrategie. Sie leben CSR & Diversity. Sie erzielen ein attraktives Employer Branding und gewinnen und halten im War of Talents die besten Mitarbeiterinnen. Mit MentorMe unterstützen sie Frauen bei der Gestaltung ihrer Karriere, übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und geben ihren Angestellten die Chance, sich als Mentor*innen zu vernetzen und junge Talente für ihr Unternehmen zu entdecken.

Eines unserer Partnerunternehmen ist die ING Bank. Die ING Bank unterstützt in diesem Programmjahr 20 Frauen aus allen Branchen, die sich beruflich verändern wollen. Mit ihrer Community Investment Strategie verfolgt die ING das Ziel einer inklusiven Wirtschaft, bei der sich alle beteiligen können. Wir durften in diesen Rahmen Ilse Munnikhof, Expertise Lead Investment Advice bei ING interviewen.

Liebe Ilse, warum erachtet die ING Mentoring als wichtig und möchte es aus diesem Grund sowohl eigenen Mitarbeiterinnen als auch in Form von Sponsoring für benachteiligte Personengruppen ermöglichen?

Das Instrument Mentoring setzt da an, wo klassische Weiterbildungen und Qualifikationen aufhören: am echten Leben. Die Mentees können unmittelbar an ihren individuellen Herausforderungen arbeiten – idealerweise mit einem Mentor, der ähnliches erlebt hat oder bereits dort ist, wo der Mentee hinwill. Gepaart mit der üblicherweise längeren Laufzeit, lassen sich so nachhaltige Verbesserungen der Situation erzielen.

Weshalb hat sie sich die ING für die Kooperation mit MentorMe entschieden?

Die ING setzt sich für eine inklusive Wirtschaft ein, an der alle teilhaben können. In diesem Zusammenhang setzen wir uns aktiv für die Förderung der Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt ein, die auf unsere strategische Säule „Future-proof employment“ einzahlt. MentorMe, als das größte und am schnellsten wachsende Mentoring-Programm für Frauen, ist damit der ideale Partner.

Liebe Ilse, erzähle uns doch kurz, wie du wurdest, was du bist und ob auf deinem Weg Unterstützung in Form von Mentoring eine Rolle gespielt hat? 

Ich hatte auf meinem Weg einige offizielle, aber auch viele inoffizielle Mentor*innen. Einer meiner vorherigen Chefs hat eine Schlüsselrolle gespielt: Er hat mich sehr aktiv dabei unterstützt, den Job als rechte Hand (Business Managerin) unseres CEOs Nick Jue zu bekommen. Momentan habe ich keine offizielle Mentorin, aber ich überlege mir regelmäßig, wer mich am besten zu einer bestimmten Frage unterstützen könnte, wie z.B.: Wie kombiniert man Beruf und Familie? Oder – wie macht die Umstrukturierung meines Teams in der Agilität Sinn? Ich rufe dann punktuell diejenigen an, die davon einfach am meisten Ahnung haben.

Weshalb ist die ING für dich so attraktiv als Arbeitgeber?

Bei der ING gab es immer wieder neue Chancen für mich. Auch wird es sehr wertgeschätzt, wenn man sich traut, schwierige Themen offen anzusprechen. Das passt gut zu mir, also fühle ich mich wohl bei der ING. Man kann auch viel gestalten und auch mal Themen angehen, die nicht direkt mit dem eigenen Job zu tun haben.

Du leitest die Expertise Investment Advice – was heißt das genau und was fasziniert dich an dem Bereich besonders?

Ich verantworte alle Wertpapierlösungen, durch die Kunden bei der Wertpapierauswahl unterstützt werden. Das beinhaltet die Kooperation mit Scalable Capital, mit der wir eine digitale Vermögensverwaltung wie unsere Beratungslösung: die Komfort-Anlage. Ich freue mich sehr, dass wir unsere Kunden mit beiden Lösungen unterstützen können und hoffe, auch einigen Sparern dabei zu helfen, den ersten Schritt Richtung Wertpapiere zu gehen. Letzteres interessiert mich besonders, denn Frauen setzen vermehrt auf Spargeld und bauen dadurch weniger Vermögen als Männer auf. Das versuche ich seit Jahren zu ändern.

Was findest du am Thema Finanzen am spannendsten?

Geld steht für mich für Freiheit. Die Freiheit, mehr entscheiden zu können. Wenn man seine Finanzen im Griff hat, hat man also mehr Freiheit.

Nochmal zurück zu dem wichtigen Thema Unterstützung: Du engagierst dich für die Fondsfrauen – worum handelt es sich hier und was ist deine Motivation dafür? 

Die Fondsfrauen sind das größte deutschsprachige Karrierenetzwerk zur Förderung und Gleichstellung von Frauen in der Finanzindustrie. Wir inspirieren Frauen, anspruchsvolle Positionen anzustreben und unterstützen sie darin, ihre Ziele zu erreichen. Weibliche Vorbilder und themenrelevante Studien helfen dabei. Ich versuche einer dieser weiblichen Vorbilder zu sein, weil ich glaube, dass diverse Teams bessere Resultate erzielen können.

Abschließend wünschen wir uns noch einen Tipp von dir für unser Netzwerk: Welche Anlagen würdest du aktuell empfehlen?

Persönlich bin ich ein großer Fan von ETFs: exchange traded funds. Damit kann man mit kleinen Beträgen und zu niedrigen Kosten breit gestreut anlegen. Bei der ING gibt es kostenlose ETF-Sparpläne ab 1 €. Eine kleinere Hürde gibt es meiner Meinung nach nicht, um mit dem Anlegen loszulegen. Das ist auch mein wichtigster allgemeiner Tipp: einfach loslegen!

Vielen Dank für deine Zeit und deine Offenheit! 

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht.

Das MentorMe Mentoring 1×1 – Wie Mentees Mentoring richtig nutzen

Das MentorMe Mentoring 1×1 – Wie Mentees Mentoring richtig nutzen

MentorMe-Gründerin Karin Heinzl hat aufgeschrieben, wie Mentees und Mentor*innen Mentoring richtig umsetzen, um das beste für beide Seiten herauszuholen. Dabei geht es um die Rollen und Aufgaben von jeweils Mentee und Mentor*in.

Wann nutzt mir ein/e Mentor*in?

Es ist fast immer so, dass wir alle früher oder später in unseren beruflichen Karrierewegen Unsicherheiten und Fragen aber auch Ziele und Wünsche haben – die Unsicherheiten sind dann noch nicht gelöst und die Ziele noch nicht erreicht.

Das betrifft Menschen, die sich im Beruf positionieren wollen und dafür fachliche Expertise sammeln und ihr Netzwerk zu Experten ausbauen wollen. Das betrifft auch Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln und über sich hinauswachsen wollen; z.B. durch Übernehmen von Führungsverantwortung. Und das betrifft Menschen, die sich sogar komplett um- oder neuorientieren wollen oder gar den Wunsch haben, selbstständig zu werden oder ein Unternehmen zu gründen.

Diese Situationen erschweren den weiteren Verlauf unserer Berufswege. Gleichzeitig haben wir nicht immer Sparringpartner, die uns dabei bestmöglich unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und jene Schritte einzuleiten, dir für unseren persönlichen Weg am besten sind.

Genau hier setzt Mentoring an! Denn Mentoring ist Beratung und Austausch zu beruflichen Fragestellungen durch eine erfahrene und praxis-erprobte Person (dem/der Mentor*in) an eine in einem bestimmen Gebiet unerfahrenere Person (dem/die Mentee). Der/die Mentor*in gibt berufliche Erfahrungen, fachliches Wissen und persönlichen Rat sowie Kontakte an die Mentee weiter und steht ihr als Sparringspartner*in für ihre persönlichen und beruflichen Anliegen zur Seite.

Wie profitiert man als Mentee von beruflichem Mentoring?

Um es auf den Punkt zu bringen: Bei Mentoring geht den Mentees darum, beruflich weiter zukommen. Die Mentor*innen wiederum wollen ihr berufliches Wissen „mit der nächsten Generation“ teilen.

ENTSCHEIDEND ist: der/die Mentor*in hat in einem Beruf und/oder einer Branche mehr Erfahrung und Wissen als die Mentee. EIN IRRGLAUBE ist, ob der/die Mentor*in älter ist oder dasselbe studiert hat, wie die Mentee.

Wenn Mentee und Mentor*in ihre Rollen und Aufgaben mit Verantwortung verfolgen, ist Mentoring der Schlüssel zum beruflichen Erfolg der Mentee und zur Impact-Stiftung für den/die  Mentor*in.

„Talking about“ Rollen und Aufgaben: Müsste ich es auf einen Kern niederbrechen, wären diese auf der Seite der Mentee: Gut überlegte Fragen zu stellen, Engagement und Dank zu zeigen und, ein Ziel zu haben. Falls aber durch das Mentoring das Ziel überhaut erst gefunden werden soll – wie z.B. eine Antwort auf die Frage: „Wohin soll ich mich weiterentwickeln?“– fällt dieser Aspekt natürlich weg und es bleibt in der Erfahrung des/der Mentors/in, das Ziel mit der Mentee herauszuarbeiten.

Auf der Seite der Mentor*in ist sie etwas komplexer. Die Hauptaufgaben liegen darin, gut zuzuhören, ehrlich-wertschätzendes Feedback zu geben, am Weiterkommen der Mentee wahrlich interessiert zu sein und Fragen der Mentee basierend auf der eigenen Expertise und den eigenen Erfahrungen zu beantworten (oder jemand anderen zu empfehlen, falls die Frage außerhalb der eigenen Expertise liegt).

Was kann ein/e gute/r Mentor*in?

Mentor*innen besitzen ein solides Repertoire an beruflich-fachlicher Expertise und an Arbeitserfahrung. Sie können der Mentee dabei helfen, gängige Fehler oder Fallstricke in der Berufswelt zu vermeiden, die sie vielleicht auch selber erfahren haben.

Außerdem können sie die Situation der Mentee aus einem objektiven aber der Mentee positiv-gewillten Blickwinkel betrachten. Dadurch beraten und bestärken sie oftmals besser als so manch Kolleg*innen, Familienangehörige und Freund*innen.

Mentor*innen unterstützen auch darin, den deinen Fokus zu schärfen, ggf. Blind Spots zu identifizieren und Hürden durch Wissen und Motivation zu überwinden.

Menschlich betrachtet fällt es uns allen nämlich leichter, herausfordernde berufliche Schritte zu wagen, wenn wir Unterstützung und Rückhalt haben.

Auch kann ein/e Mentor*in verschlossene Türen öffnen und das berufliche Netzwerk der Mentee expandieren lassen. Er oder sie kann dich mit entscheidenden Personen – z.B. in deinem Traumunternehmen oder Wunschtätigkeit – vernetzen. Das bringt dir natürlich enorme strategische Vorteile. Denn: Networking is key!

Was sollte eine Mentee mitbringen?

Wichtig ist, dass eine Mentee Motivation für das Mentoring hat. Eine Mentee sollte sich auf das Mentoring einlassen und sich bewusst machen, dass ihre berufliche Weiterentwicklung nur durch ihr Engagement in die Wege geleitet werden kann. Mentor*innen sind die „Enabler“. Mentees sind die „Doer“.

Es ist ratsam, sich als Mentee bewusst zu machen, dass die Zeit des/der Mentors*in kostbar ist und deswegen jede Minute sinnvoll und effizient genutzt werden sollte. Gute Vorbereitung auf die Mentoringsessions macht natürlich Sinn: Je eher und präziser die Mentee ihre Zielvorstellungen, Erwartungen und Themen formuliert, desto besser kann das Mentoringteam an diesen arbeiten.

Beim Mentoring selbst ist es wichtig, gut und aktiv dem/der Mentor*in zuzuhören. Die Ratschläge müssen nicht alle angenommen werden, sie sollten aber zumindest erwägt werden. Manche Menschen kostet es Überwindung, Kritik anzunehmen. Im Rahmen von Mentoring sollten sich solche Menschen klar werden, dass Kritik nur in ihrem Sinne ist und von einer erfahreneren Person ausgesprochen wird.

Was macht MentorMe als Mentoringprogramm besonders?

Das Ziel von MentorMe ist es, ambitionierte Frauen bei ihrer beruflichen Orientierung, Weiterentwicklung und Neuausrichtung erfolgreich zu unterstützen.

Neben dem Matching mit einem/r persönlichen Mentor*in, das passgenau auf die Wünsche und Ziele der Mentee abgestimmt ist, bietet MentorMe den Mentees eine Reihe von Trainings und über 170 Networking- und Weiterbildungsevents an.

Wir geben unseren Mentees Zugang zu unserem „Herzstück“: zu der unglaublich hilfsbereiten beruflichen und mehrere Tausend Personen starken Community, deren Mitglieder schon sehr oft Jobs über den „MentorMe-Tresen“ vergeben haben. All diese Angebote erweitern nicht nur die fachliche Expertise der Frauen, die als Mentees zu uns kommen, sondern stärken auch ihre beruflichen Netzwerke.

Das ist immer noch nicht alles: Sie geben Mut, Dinge zu tun, die manch Mentees sich vielleicht bis dato nicht getraut haben (wie z.B. nach einer Gehalterhöhung zu fragen oder die Branche zu wechseln und neue berufliche Abenteuer zu wagen). Sie geben aber auch ganz klare Handlungsempfehlungen (wie z.B. für Selbstständige, wie sie ihr Business aufbauen oder Bewerberinnen, wie sie sich am besten in Jobinterviews verkaufen und dann Gehälter verhandeln).

Wenn du Mentoring noch immer nicht für dich nutzt, dann melde dich jetzt hier bei MentorMe an, profitiere von unserem Programm und starte beruflich durch! Deine Veränderung beginnt. Mit MentorMe.

Minds of MentorMe – mit Dr. Kerstin Gernig

Minds of MentorMe – mit Dr. Kerstin Gernig

Steckbrief:
Dr. Kerstin Gernig
Business Coach für Neuanfänge
57

Kerstin, wer bist du?

Ich arbeite mit Solopreneuren, die durch eine Nischenpositionierung ins Sogmarketing kommen wollen und ihre Reichweite am Markt durch smarte Digitalisierungsstrategien sichtbar erhöhen wollen, um ihre Wunschkunden magnetisch anzuziehen. Ich wurde 2014 als Vorbildunternehmerin Deutschlands vom Bundeswirtschaftsministerium und 2020 als Innovatorin 2020 von der Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Welche Werte treiben dich an?

Wir sind nicht als Angestellte geboren worden, wir sind dazu gemacht worden. Ich möchte, dass die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, ihre Berufung leben und mit dem, was sie am besten können und am liebsten tun, verdienen, was sie verdienen. Selbstbestimmung ist in diesem Zusammenhang ein zentraler Wert für mich.

Welches Netzwerk kannst du empfehlen?

Ich war viele Jahre auf der Suche nach dem richtigen Netzwerk, bis ich mich entschieden habe, mein eigenes Netzwerk der ungewöhnlichen UnternehmerInnen zu gründen. 

Warum sollten nachfolgende Generationen deinen Beruf machen und warum nicht?

Es lohnt sich Coach zu werden, um sich mit dem spannendsten Thema der Welt zu beschäftigen: der Psychologie des Menschen. Coaches sind Menschen, die sich und andere befähigen, ihre Potentiale zu entfalten.

Was war dein größter nicht-kommerzieller Erfolg? Wie hast du ihn erreicht?

Ich wurde 2020 als Innovatorin 2020 von der Deutschen Wirtschaft für mein 52 Power Coaching Programm ausgezeichnet. Ich habe meine gesamte Erfahrung beim Aufbau meiner eigenen Selbständigkeit in ein Programm verwandelt, das GründerInnen ermöglicht, sich innerhalb eines Jahres das Know-how anzueignen, das ich mir in 7 Jahren aufgebaut habe.

Was machst du an einem freien Tag?

Gute Bücher lesen wie zuletzt „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“ von Harari, schreiben, kochen, spazieren gehen, Filme drehen, Freunde treffen oder das nächste Projekt aushecken.

Was tust du für die Gesellschaft?

Ich befähige Menschen, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu verdienen und in dieser Gesellschaft eigenverantwortlich zu wirken.

Was ist deine wichtigste Erkenntnis aus deinem Umgang mit Menschen (Menschenkenntnis)?

Es gibt anthropologische Konstanten: Ängste, Wünsche, Träume, Visionen, Hoffnungen. Wenn wir offener mit (Existenz-)Ängsten umgehen würden, würden wir in einer menschlicheren Gesellschaft leben.

Was waren deine lehrreichsten Fehler und/oder Misserfolge und was hast du daraus mitgenommen?

Ich habe eine Fehlerfindung gemacht, als ich mich das erste Mal selbständig gemacht habe, da ich mich nur vom Kopf neu erfunden habe. Daraus habe ich gelernt, wie wichtig es ist, ein Business zu gründen, bei dem Herz und Verstand die gleiche Sprache sprechen.

Ohne welche Frau wärst Du heute nicht die Person, die du bist?

Meine Mutter, die mir das Leben geschenkt hat und die viel Wert auf meine Bildungsmöglichkeiten gelegt hat, wofür ich ihr (und meinem Vater) bis zum letzten Atemzug dankbar sein werde.

Wie wirst Du dich in Zukunft für Chancengerechtigkeit einsetzen?

Indem ich Frauen unterstütze, in ihre Kraft zu kommen, ihre Stärken zu leben und finanziell unabhängig zu werden.

Welche Dinge oder Situationen im Job stressen dich besonders?

Es ist eine enorme Herausforderung, sich täglich neben seinen Kernkompetenzen ununterbrochen mit den Chancen der Digitalisierung zu beschäftigen und ständig neue Tools nutzen zu lernen.

Was wolltest du als Kind beruflich werden? Stecken nun Dinge davon in deinem jetzigen Berufsleben?

Ich wollte nach dem Abitur Künstlerin werden. In gewisser Weise bin ich das geworden, denn es ist ein hohe Kunst, ein erfolgreiches Business aufzubauen und als Bloggerin, Speakerin, Autorin und Coach für ungewöhnliche Unternehmerinnen unterwegs zu sein. Dabei kann ich meine Kreativität ausleben.

Wieso glaubst du, bist du in dieser Position?

Weil ich liebe, was ich tue. Weil ich mich auf den Weg gemacht habe, das zu tun, was ich liebe.

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. ?

Minds of MentorMe – mit Sabrina Lorenz

Minds of MentorMe – mit Sabrina Lorenz

Steckbrief:
Sabrina Lorenz
CEO, Businessmentorin und Organisationsentwicklerin bei CORPORATE REVOLUTION
32

Sabrina, wer bist du?

Gleich nach dem Abitur mit 21 Jahren habe ich gegründet, fast 10 Jahre Erfahrung als Unternehmerin gesammelt und nun empowere ich andere Unternehmerinnen, Gründerinnen & Selbstständige in den Bereichen Branding, Unternehmensführung, Leadership und Organisationsentwicklung.

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?

Geh mit offenen Augen raus in die Welt, sei mutig, glaube an dich! Du bist gut so wie du bist, mache deine  eigenen Erfahrungen, probiere dich aus und lern dazu! Alles was dich kleinmacht oder verunsichert sollte nie ein Mensch zu hören bekommen.

Was tust du für die Gesellschaft?

Da mein Lebensmotto ist „leave people better than you found them!“ versuche ich tagtäglich Dinge für Menschen zu tun. Das können Kleinigkeiten im Alltag sein, also jemandem helfen oder ein ehrliches Lob aussprechen, zuhören und die richtigen Fragen stellen oder aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten.

Was ist deine wichtigste Erkenntnis aus deinem Umgang mit Menschen (Menschenkenntnis)?

Durch meine Coachingausbildung bin ich dafür sensibilisiert, dass Menschen nie ohne Grund handeln oder sich so und so verhalten. Es steckt immer ein tieferer Grund dahinter, wie ein Antrieb, ein verletzter Anteil, eine alte Erfahrung oder auch mal das Ego. Wenn man weiß, dass das so ist, kann man sensibler mit dem anderen umgehen und es auch nicht auf sich selbst beziehen.

Wer war dein\*e wichtigste\*r Mentor\*in und warum?

Als ich in jungen Jahren Unternehmerin war, hatte ich ein Businessmentor an meiner Seite, der mir dabei geholfen hat mein Unternehmen zu entwickeln, Prozesse zu verbessern, mein Geschäft noch mehr nach dem Kunden auszurichten und eine, für mich, gute Führungskraft zu sein. Zu wissen, dass da jemand ist, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht, hat mich noch mutiger meinen Weg gehen lassen.

Was war dein größter Nutzen aus einer Mentoring-Beziehung?

Ich habe durch meinen Mentor so viel gelernt: Über mich als Person, die Unternehmensführung ganz allgemein, meine Rolle als Führungskraft, über meine Mitarbeiter, bzw. die Menschen, die für und mit mir arbeiten. Das ist so wertvoll und ich möchte es auf keinen Fall missen.

Wer ist heute dein\*e wichtigste\*r Ratgeber\*in?

Ich vertraue mittlerweile ein bisschen mehr auf mich und weiß, dass jede Antwort schon in mir steckt. Wenn ich also mal nicht weiter weiß, geh in in einer Meditation in mich und schaue, was mein Innerstes mir sagen will. Und im Notfall habe ich natürlich immer verschiedene Businessmentoren an meiner Seite, auf die ich immer vertrauen kann.

Von wem hast du am meisten gelernt?

In dem ich mutig meinen Weg gegangen bin. Man lernt so viel, wenn man selbst seine Erfahrungen im täglichen Tun und Handeln macht. Z.B. steht man unerwartet mal vor einem Problem und muss sich mit einer Thematik befassen, zu der man davor noch keinen Zugang hatte. Man lernt also dazu, setzt es um, macht seine Erfahrungen, justiert nach und freut sich hinterher darüber und ist stolz auf sich.

Was ist für ein glückliches, zufriedenes Leben elementar?

Gesundheit und Dankbarkeit. Ohne Gesundheit kannst du nicht wirklich etwas im Leben machen oder tun. Kümmere dich um dich und pass auf dich auf. Praktiziere aktiv Dankbarkeit. Schreibe jeden Tag auf, wofür du dankbar bist und sei dankbar, für die noch so kleinsten Kleinigkeiten.

In wie viel verschiedene Rollen schlüpfst du und warum?

In der Rolle als Unternehmerin kümmere ich mich um die Entwicklung meines Unternehmens. Als Mentorin oder Beraterin unterstütze ich andere Unternehmer*innen bei ihrer Unternehmensführung und den dazugehörigen Themen. Als Coach geht’s oft eher um persönlichere Themen bezogen auf die Arbeit. Als Organisatorin veranstalte ich ein New Work Event und als Speakerin und Trainerin gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung an andere weiter.

Wenn man dir 10.000 € gibt und du hast nur eine Stunde Zeit zu entscheiden, wofür du es ausgibst, wofür entscheidest du dich?

Ich würde in einen neuen Mitarbeiter investieren, der mich dabei unterstützt, mein Unternehmen weiterzuentwickeln, um damit noch mehr andere Unternehmer*innen glücklich zu machen.

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. ?

Minds of MentorMe – mit Marie-Kristin Illigen

Minds of MentorMe – mit Marie-Kristin Illigen

Steckbrief:
Marie-Kristin Illigen
Führungskräfte und Female Leadership Coach
39

Marie-Kristin, wer bist du?

Ich begleite Führungskräfte bei ihren beruflichen Herausforderungen. Eines meiner Herzensthemen ist vor allem die Unterstützung und Ermutigung von weiblichen Führungskräften. Sie zu befähigen sich ihrer Stärken und Talente bewusst zu machen und diese zielgerichtet einzusetzen ist meine Passion.

Minds of MentorMe

ist eine Kampagne, mit der wir unsere diverse Community mit all ihren interessanten Persönlichkeiten sichtbar machen. Mentor*innen teilen hier offen und aufrichtig ihre Werte, Einstellungen und Erfahrungen und geben so Einblick, was sie im Inneren bewegt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog, bestehend aus 47 Fragen, zusammengestellt, der das abdeckt, was unsere Mentees schon immer spannende Persönlichkeiten fragen wollten. Diese Fragen reichen von „Welche Werte treiben dich an?“ über „Wann zweifelst du an dir?“ bis hin zu „Was würdest du zu deinem 10-jährigen Ich sagen – und was lieber verschweigen?“ Unsere Mentor*innen haben aus diesem Fragen-Potpourri die für sich interessantesten Fragen für unsere Community beantwortet.

Welche Werte treiben dich an?

Meine Passion ist das Entwickeln und Stärken von Menschen. Die Werte, die mich dabei besonders antreiben sind Ehrlichkeit, Authentizität, Offenheit und Optimismus. Ich glaube fest daran, dass man mit diesen schon viel erreichen kann.

Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielte?

Mich dafür einsetzen, dass die Welt ein besserer Ort für unsere Kinder und ihre Zukunft wird. Das sind Themen wie Gender Balance und Vereinbarkeit von Kindern und Karriere auf der einen Seite und das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf der anderen Seite.

Was ist für dich ein erfülltes Leben?

Wenn ich die Menschen um mich habe, die ich liebe und die mich mit ihrer Anwesenheit bereichern und mich Themen widmen kann, die mich antreiben. Ich habe eine tolle Familie mit 3 gesunden Kindern und komme durch meinen Beruf mit vielen inspirierenden Menschen in Kontakt. Sicherlich ist nicht alles „perfekt“ – aber was ist schon „perfekt“. In diesem Sinne würde ich mein Leben durchaus als erfüllt bezeichnen. Hier kommt es auch viel auf die innere Haltung an: sich an den aktuellen Situationen zu erfreuen, als immer danach zu streben etwas anderes zu erreichen.

Wer hat in dich investiert, als du noch nicht erfolgreich warst? Warum?

Meine Eltern und mein Mann. Warum? Weil sie an mich und mein Potential geglaubt haben und mich in der Verwirklichung meiner Träume unterstützen wollten.

Wann zweifelst du an dir?

Zweifel gehört in meinen Augen zum täglichen Leben dazu. Bei neuen Herausforderungen und Aufgaben gibt es immer mal den Moment des Zweifels. Er gehört meines Erachtens dazu, um auch eine gewisse Demut zu haben. Sich der eigenen Fehlbarkeit bewusst zu machen schärft die eigene Wahrnehmung und treibt mich durchaus zu Höchstleistung an.

Warum sollten nachfolgende Generationen deinen Beruf machen und warum nicht?

Ich liebe meinen Job, da er mich mit vielen tollen Frauen und Männern in Verbindung bringt. Außerdem brenne ich dafür, Menschen zu begleiten, zu bestärken und sie bei ihrer Entwicklung und Herausforderungen zu unterstützen. Jeder, der diesen Weg der Selbständigkeit als Coach einschlägt, sollte aber auch für die Herausforderungen einer Selbständigkeit gemacht sein.

Was würdest du heute anders machen?

Ich würde weniger stark auf Job und Karriere schauen und hätte mir früher eingestanden das Thema Kinder & Familie in mein Leben zu lassen. Meine Kinder sind eine absolute Bereicherung für mein Leben und helfen mir mich jeden Tag zu erden und selbst weiter zu entwickeln.

Was treibt dich im Innersten an?

Optimismus. Ich glaube, dass es irgendwie immer weiter geht. Auch, wenn manchmal der Berg / die Herausforderung zu groß erscheint – irgendwie werde ich es schaffen, auch diese zu meistern. Der Kölner sagt dazu: „et hätt noch emma joot jejange“.

Wie wirst Du dich in Zukunft für Chancengerechtigkeit einsetzen?

Nicht in Zukunft – heute schon! Ich versuche in vielen Situationen wie Key Notes, Diskussionsrunden oder Stellungnahmen für Chancengleichheit zu werben. Diese Thema kann gar nicht oft genug aufgebracht und diskutiert werden. Wir sollten uns alle klar machen, welchen gesellschaftlichen Mehrwert wir ALLE erreichen können, wenn es eine solche Chancengleichheit gibt.

Wer war dein\*e wichtigste\*r Mentor\*in und warum?

Michael Sturm. Er hat mir in 9 Jahren bei Accenture stets das Gefühl gegeben, dass ich und meine Meinung sowie meine Arbeit wichtig sind. Ich wurde durch ihn in meine täglichen Arbeit und meiner persönlichen Entwicklung bestärkt – sowohl als Job-Neuling, als auch später als erfahrener Mitarbeiter. Er mat mich stets in Diskussionen und Überlegungen eingebunden und meine Ansichten wertgeschätzt. Durch ihn habe ich früh lernen dürfen, was eine gute Führungskraft u.a. ausmacht.

Was war dein größter Nutzen aus einer Mentoring-Beziehung?

Ein Mentor bietet einem die Chance zur Reflektion und Spiegelung. Oftmals hängt man selbst viel zu tief in Situationen drin und schafft es nicht einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Hier kann ein Mentor wertvolle Impulse und Perspektiven einbringen. Einerseits natürlich durch die eigenen Erfahrungen, die der Mentor selbst gesammelt hat. Andererseits aber einfach durch zuhören und Fragen stellen.

Wer ist heute dein\*e wichtigste\*r Ratgeber\*in?

Mein Mann Christoph. Ich habe das große Glück, dass ich mit ihm jemanden an meiner Seite habe, der mich versteht und in meinem Streben unterstützt. Er ist in vielen Facetten komplementär zu mir und meiner Persönlichkeit. Dadurch ergibt sich für mich (aber auch für ihn), die Chance auf Stärken von Ihm zurück zu greifen in Bereichen, die nicht meinen Stärken entspricht.

Was war dein Tiefpunkt in deinem Leben und welche Stärken hast Du daraus entwickelt?

Die Trennung meiner Eltern. Ich habe daraus aber auch viel Stärke gewinnen können. Ich habe gelernt, dass es ok ist um Hilfe zu bitten und wie wichtig gute Freunde und ein Netzwerk ist. Es ist wichtig, füreinander da zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen. Zu wissen, dass man gemeinsam oftmals mehr erreichen kann als alleine und dass mit Optimismus, Fröhlichkeit und Authentizität meist jedes Hindernis zu bewältigen ist, hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin.

Was ist für ein glückliches, zufriedenes Leben elementar?

Meine Familie (mein Mann und meine Kinder), ein erfüllender Beruf und die finanziellen Mittel, sich das leisten zu können, was wir zum Leben und Glücklichsein benötigen.

Was kannst du überhaupt nicht?

Alleine sein / alleine werkeln. Ich kann auch mal allein ein Buch lesen und ich genieße auch die Ruhe eines Spazierganges. Aber generell liebe die Interaktion mit anderen und die Kraft, die aus dem Miteinander erwachsen kann.

Was willst du unbedingt erleben, bevor du diese Welt verlässt?

Das Frauen auch ohne Quote die gleichen Chancen und Rechte haben wie Männer. Einhergehend mit: das Männer (Unternehmen und die Gesellschaft) verstanden haben, wie schön es ist Zeit mit der Familie zu verbringen und die Verantwortung für die Finanzierung dieser mit der Partnerin gemeinsam zu Schultern. Denn nur, wenn auch die Männer (Gesellschaft an sich), das erkennt, kann das „New Normal“ entstehen. Das wünsche ich mir für meine Töchter (und auch meinen Sohn)

 

Vielen Dank für deine Bereitschaft und Offenheit!

Weitere Interviews mit anderen spannenden Persönlichkeiten aus der MentorMe Community findest du in unserem Blog. Viel Freude beim Eintauchen in das, was uns ausmacht. ?